Anzeige 30 Jahre Brennerei Meier in Wehr

SB-Import-Eidos
Seit 30 Jahren betreibt Dietmar Meier in Enkendorf seine Brennerei mit einem generalsanierten, gut 100 Jahre alten Brenngeschirr. Foto: Ralph Lacher

Wehr (os). Der Landwirt und Gastronom Dietmar Meier ist der Tradition des Südschwarzwalds und des Wehrer Teilorts Enkendorf verpflichtet. Nun kann er in seinem „Brauhaus“ an der Brunnmattstraße den runden Geburtstag „30 Jahre Brennerei Meier“ feiern.

Das Schnapsbrennen sei in der hiesigen Landwirtschaft fest verwurzelt, erzählt Meier. In der kalten Jahreszeit habe man seit Jahrhunderten aus den Produkten der Streuobstwiesen Kirsch-, Zwetschgen-, Apfel- und Birnenbrände hergestellt. Diese seien auch ein Inbegriff für die Urwüchsigkeit des Südschwarzwaldes, so Meier.

Er kennt sich bestens aus und betreibt nicht nur seit 30 Jahren das Brennen, sondern hat eine der wenigen Schaubrennereien in Baden-Württemberg. Meier lässt sich beim Brennvorgang gerne über die Schulter blicken und beantwortet Fragen. „Ich habe seit 1992 das Brennrecht und verarbeite, was auf 40 Hektar Streuobstwiesen auf dem Dinkelberg wächst“, sagt Meier. Seine Brände sind ob ihrer Qualität sehr geschätzt und ein Verkaufsschlager. Einst war die Brunnmattstube, das seit 1987 bestehende Gasthaus des Landwirts, auch die Verkaufseinrichtung. Seit Dietmar Meier im gegenüberliegenden Gebäude das „Brauhaus“ eröffnet hat, wird der Schnaps dort verkauft.

Seit neun Jahren braut Dietmar Meier hier auch Bier – und verarbeitet das Malz aus seiner Brauerei in der Brennerei. Aus diesem entsteht der Enkendorfer Whisky, ein goldgelbes Getränk mit einem „Longhorn“ auf dem Flaschenetikett. Diese Rinderart wurde von ihm, so erzählt Meier, vor einigen Jahren gezüchtet.

Beim Brennen nutzt Meier eine rund 100 Jahre alte Anlage, die er auf einem Bauernhof in Bergöschingen gefunden und daheim wieder aufgebaut hat. Nach einer umfangreichen Sanierung der Anlage begann er zunächst mit dem Brennen der Obstbrände und später dann mit Whisky und Gin. Ausgeschenkt und vertrieben werden die edlen Tropfen ausschließlich in der kleinen Braustube in Enkendorf. Denn Dietmar Meier sieht die Brennerei als Hobby und nicht als lukratives Geschäft an.

Ganz traditionell, so erzählt Meier, brennt er in den Wintermonaten. Dabei entstehen nicht nur edle Tropfen, sondern auch der sogenannte „Vorlauf“. Der ist für ihn allerdings kein Abfallprodukt, sondern dient mit seinem gut 80-prozentigen Alkoholgehalt als Hausmittel zum Einreiben bei Gelenkschmerzen oder als Wickel bei Fieber.

  • Bewertung
    1

Umfrage

Pressekonferenz in Stockholm

Schweden und Finnland wollen wegen des Ukraine-Kriegs Teil der NATO werden. Wie stehen Sie dazu?

Ergebnis anzeigen
loading