Schopfheim Als Multitalent auf vielen Bühnen zuhause

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Jeannot Weißenberger feiert heute seinen 70. Geburtstag. Foto: Ralph Lacher

Schopfheim (os). Mundart-Musiker, Zunftabend-Akteur, Kommunalpolitiker und Grafik-Designer: Jeannot Weißenberger hat sich auf vielfältige Weise einen Namen gemacht. Heute kann das Multitalent seinen 70. Geburtstag feiern.

Der Jubilar kam als ältestes von sechs Kindern einer Arbeiterfamilie in Lörrach-Stetten zur Welt. Die Familie zog später nach Wieslet um, wo Weißenberger die Volksschule absolvierte, um anschließend eine Schriftsetzerlehre zu machen. Als Grafiker fand er beim einstigen Großversandhaus Schöpflin Arbeit. „Ich bekam als Autodidakt die Chance, als junger Schriftsetzer in die Grafik-Design-Sparte einzusteigen“, erinnert sich Jeannot Weißenberger an einen wichtigen Abschnitt in seinem Berufsleben.

Wichtig im Privatleben war die Hochzeit mit Barbara Post im Jahr 1971. Mit seiner Ehefrau lebte Weißenberger stets in Schopfheim oder in Teilorten, seit einigen Jahren hat das Ehepaar seine Heimat auf dem Altig gefunden.

1982 machte sich der Jubilar sich als Grafiker selbstständig - Domizil des kleinen Betriebs, in dem auch Bruder Christian mitarbeitet, ist das ehemalige Gefängnis am Stadtgraben.

Auch nach 40 Jahren Selbstständigkeit denkt Weißenberger noch lange nicht ans Aufhören. Der Beruf fülle ihn aus, lasse aber trotzdem Platz für ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik und in der Fasnacht seiner Heimatstadt, so der Jubilar.

Und Zeit für die Musik, die er seit gut 20 Jahren gemeinsam mit Bruder Christian betreibt. Die „Knastbrüder“ brachten mehrere CDs mit Mundart-Liedern heraus und traten auch schon in Radio- und TV-Sendungen auf.

1988 stieg Weißenberger, der als Akteur der „Schnöri-Sitzig“ der Buurefasnacht in Wieslet bereits närrische Erfahrung gesammelt hatte, in die Zunftabend-Truppe der Narrenzunft Schopfheim ein. Seit etlichen Jahren führt er auch die Regie bei den Auftritten in der Stadthalle.

In der Markgrafenstadt „bekannt wie ein bunter Hund“ (Weißenberger über Weißenberger), betrat er Ende der 1990-er Jahre eine neue Bühne – die Kommunalpolitik. Er kandidierte auf der CDU-Liste für den Gemeinderat und eroberte auf Anhieb ein Mandat. Mittlerweile absolviert der Routinier seine fünfte Amtsperiode im Stadtparlament und ist sogar Vorsitzender der CDU-Fraktion.

„Der Verwaltung und dem Bürgermeister auf die Finger schauen“ will Weißenberger auch weiterhin – „weil nur so unsere Demokratie im Kleinen funktioniert“, betont er.

Auch die Musik mit den „Knastbrüdern“ und die Fasnacht will er weiterpflegen, sobald Corona es zulässt.  

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