Schopfheim „Auf gute und faire Zusammenarbeit“

Schopfheim - Geschmeidig und geräuschlos: Fast schon einen Bilderbuchstart legte der neu gewählte Gemeinderat in seiner konstituierenden Sitzung hin.

Bürgermeister Dirk Harscher freute sich nach der förmlichen Verpflichtung der Räte auf die Verfassung jedenfalls auf eine „gute, faire und konstruktive Zusammenarbeit“.

Er sei überzeugt, so das Stadtoberhaupt weiter, dass dieser Vorsatz in Erfüllung gehe „zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger“. Er sei jedenfalls „guter Dinge“, dass es gemeinsam gelinge, die Stadt „zukunftsfähig“ zu machen.

Die Auftaktsitzung gab durchaus Anlass zu solchen Hoffnungen. Das Gremium demonstrierte bei den ersten Entscheidungen in eigener Sache durchaus Geschlossenheit.

Einigung bei der Sitzordnung

Bei der Frage der Sitzordnung beispielsweise, deretwegen im Vorfeld nach Informationen unserer Zeitung durchaus ein paar Stolpersteine auf dem Weg lagen, hatte man sich hinter den Kulissen offenbar kurz vor der Premierensitzung friedlich-schiedlich verständigt.

So nahmen die fünf Freien Wähler und die fünf CDU-Räte (von der Verwaltungsbank an der Stirnseite aus gesehen), auf der rechten Seite Platz, ihnen gegenüber die sechs Grünen und die vier SPD-Vertreter und am Schlussbogen der u-förmigen Tischreihe die zwei Unabhängigen.

Stellvertreter des Bürgermeisters

Auch bei der Wahl der ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertreter demonstrierte der Gemeinderat – bis auf eine Ausnahme – ebenfalls Geschlossenheit. Mit 21 von 22 Stimmen wählte das Gremium Thomas Gsell – der als einziger Kandidat antrat – zum ersten Stellvertreter von Dirk Harscher. „Ich bin überwältigt“, bedankte sich Gsell, der das Amt bisher schon innehatte, für das Vertrauen.

Zweiter Stellvertreter wird Ehrenfried Barnet (Grüne), der bisher dritter in dieser Rangfolge war und sich in geheimer Wahl mit 13 zu acht Stimmen gegen Marianne Zabel (CDU) durchsetzte, die bislang als zweite Bürgermeister-Stellvertreterin fungiert hatte.

Den dritten Stellvertreter-Platz nimmt künftig Kai Horschig von den Freien Wählern, der sich ohne Gegenkandidat zur Wahl stellte und 15 von 22 Stimmen erhielt.

Besetzung der Ausschüsse

Reibungslos erledigte das Gremium anschließend die Besetzung der verschiedenen Ausschüsse. In diesen sind die Fraktionen gemäß ihrer Größe im Gesamtgremium vertreten. In die wichtigsten, die beschließenden Ausschüsse (Verwaltung, Finanzen, Bau-Technik und Umwelt) mit jeweils acht Sitzen entsenden Grüne, Freie Wähler und CDU jeweils zwei Vertreter, SPD und Unabhängige je einen. Im Umlegungsausschuss mit sechs Sitzen sind die Grünen mit zwei, CDU, Freie Wähler, SPD und Unabhängige jeweils mit einem Stadtrat vertreten.

Verabschiedung von Stadträten

Bürgermeister Dirk Harscher nutzte die Auftaktsitzung auch, um die ausscheidenden Stadträte gebührend zu verabschieden. Roland Blum und Andreas Blum (beide Unabhängige) saßen seit Januar beziehungsweise April 2018 als Nachrücker am Ratstisch, Alison Ehrmann (Grüne) seit Oktober 2018, Thomas Jost (SPD) seit Juni 2017 und Karl Schäfer (Grüne) seit Februar dieses Jahres. Sie bekamen vom Bürgermeister ein Weinpräsent.

Mit dem Silberdukaten der Stadt bedachte Dirk Harscher den scheidenden CDU-Stadtrat Mark Leimgruber, der dem Gremium fünf Jahre lang angehört hatte. Doppelt so lange, nämlich zehn Jahre, hatte Bernd Müller für die Grünen ein Mandat inne. Ihm überreichte der Bürgermeister zum Abschied den Golddukaten der Stadt.

Ehrenurkunden zum Jubiläum

Und dann galt es noch, vier Stadträte zu ehren, die ein Jubiläum zu feiern hatten. Mit der Ehrenurkunde und der Ehrennadel des Gemeindetags zeichnete der Bürgermeister Jeannot Weißenberger (CDU) für 20-jährige Zugehörigkeit zum Gemeinderat aus, Ehrenfried Barnet (Grüne und Marianne Zabel (CDU) für jeweils 25 Jahre sowie Artur Cremans (SPD), der sogar schon seit 40 Jahren die Interessen der Bürger am Ratstisch vertritt.

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