Schopfheim Auschwitz-Besuch eine intensive Erfahrung

Schüler der Kaufmännischen Schule nahmen an einer Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz teil. Foto: zVg

Schopfheim - Nur eine kleine Öffnung im Dach. Wenig Licht scheint herein. Die Wände dunkel. Keiner traut sich laut zu reden. Die letzte nicht zerstörte Gaskammer im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz beeindruckt auf erschreckende Art und Weise.

Studienfahrt der Kaufmännischen Schule

Nirgendwo sonst wird einem das dunkelste Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte bewusst und erfahrbar. Auch dieses Jahr fand die bereits traditionelle Studienfahrt der Kaufmännischen Schule Schopfheim unter der Leitung von Studiendirektor Raimund Fritsche nach Südpolen statt. 57 Schülerinnen und Schüler waren in Breslau, Krakau und Auschwitz dabei.

Erste Station der Studienfahrt war Breslau. Die ehemalige Hauptstadt Schlesiens wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört und gehört durch die Westverschiebung Polens zu Polen. Trotzdem finden sich an vielen Stellen in Breslaus Innenstadt noch Spuren deutscher Vergangenheit. Davon konnten sich die Schüler bei einer Stadtführung überzeugen.

Besonders der wiederaufgebaute Marktplatz mit seinen unzähligen Kneipen und Restaurants weckte das Interesse der Schüler. Am nächsten Morgen ging es nach einem gemeinsamen Frühstück weiter mit dem Bus nach Auschwitz – eine Erfahrung, die wohl nicht vergessen werden wird, denn die Eindrücke des Konzentrationslagers waren für die Schüler intensiv und für viele eine emotionale Herausforderung.

Schönes Krakau

Am Abend erreichte die Gruppe Krakau. Am nächsten Morgen stand auf dem Programm eine längere Führung durch diese Stadt, von deren Vielfalt und Schönheit alle begeistert waren. Der Besuch der Fabrik von Oskar Schindler („Schindlers Liste“) und die Ausstellung über das jüdische Leben in Krakau vertieften die in Auschwitz gewonnenen Erfahrungen.

Ein Besuch des Museums „Unterirdisches Krakau“, die spannende Erfahrung in einem Escape-Room und der gruselige Nervenkitzel in einem Geisterhaus mit lebendigen Gespenstern rundeten das Programm ab.

Zum Abschluss der Studienfahrt wurde noch das Salzbergwerk in Wieliczka besucht, das seit 1978 zum Weltkulturerbe der Unesco zählt.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

<!-- 'image.alt' is undefined -->

Europa- und Kommunalwahlen stehen an: Haben Sie sich von den Parteien gut informiert gefühlt?

Ergebnis anzeigen
loading