Schopfheim Betreuungsquote wird erhöht

Christoph Schennen
Die Stadt muss ihr Angebot an U 3-Kita-Plätzen ausbauen. Foto: Pixabay

Der Verwaltungs- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung die Kita-Bedarfsplanung und die Anpassung der Betreuungsquote von 34 auf mindestens 37 Prozent im Bereich der Krippenplätze (U 3) beschlossen. Er nahm auch den Sachstandsbericht zur Kenntnis.

Von Christoph Schennen

Schopfheim. In seinem Bericht machte Patrik Bender, Leiter der Fachgruppe „Bürgerservice, Familie und Soziales“, auf den Ausbau der Kinderbetreuung in Schopfheim aufmerksam. Der Kindergarten Oberfeld ist in Betrieb gegangen, die Kita Langenau wurde um zwei Gruppen aufgestockt, die im Oktober beziehungsweise Dezember starten.

„Ab September bieten wir im U 3-Bereich 153 Plätze an“, betonte er. Er plädierte dafür, die Betreuungsquote auf 37 Prozent zu erhöhen, zumal Städte wie Rheinfelden, Lörrach und Weil hier schon bei 40 Prozent liegen. Sven Hendrik Wünsch (Freie Wähler) sagte, diese Anpassung sei „richtig und wichtig“. Er fragte, warum die Bedarfszahlen für 2023 / 2024 niedriger liegen als in den Vor- und Nachjahren. Das liege, so Bender, an der niedrigen Geburtenrate und an den Baugebieten, die bis dahin noch nicht fertig gestellt seien.

Auf Anfrage von Marianne Merschhemke (Grüne) teilte er mit, dass derzeit zehn ukrainische Kinder im Kindergartenalter in den städtischen Einrichtungen betreut würden. Bender wies daraufhin, dass 144 Kinder in ihre Wunscheinrichtung gingen. Elf Kinder konnten nicht in ihre Wunscheinrichtung vermittelt werden beziehungsweise der Eintrittstermin habe nicht gepasst. Und bei neun Kindern habe beides gleichzeitig nicht gepasst.

Ehrenfried Barnet (Grüne) regte eine attraktivere Bezahlung für Erzieherinnen an. Er kritisierte auch, dass die Verwaltung meine, die Erhöhung der Betreuungsquote habe keine finanzielle Auswirkungen.

Und abschließend machte Bender noch einige Anmerkungen zu den spanischen Erzieherinnen, die demnächst in Schopfheim arbeiten sollen. „Sie werden ein Jahr als Anerkennungspraktikantinnen eingesetzt.“ Ihre Beschäftigung sei notwendig, weil die Verwaltung in der Kinderbetreuung zwölf bis 15 Stellen nicht besetzen könne. Es gebe einen Überschuss an Erzieherinnen in Spanien. Sie lernen bereits in ihrem Heimatland Deutsch und vertiefen ihre Sprachkenntnisse dann in den Einrichtungen.

Zu TV-Berichten, Erzieherinnen aus dem Ausland würden von den Agenturen, die sie nach Deutschland lotsen, schlecht behandelt, entgegnete Bender: „Die Damen und Herren werden zu nichts gezwungen.“ Er vertraue der Arbeit des Bildungswerks der baden-württembergischen Wirtschaft, die die Arbeitskräfte im Ausland anwerbe. Martina Hinrichs (SPD) sagte, der Einsatz der spanischen Fachkräfte müsse evaluiert werden.

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