Schopfheim Bildende Kunst – einfach „dreiartig“

Freuen sich auf mehr „connect“ zwischen den Kunstvereinen dreier Städte: Ellen Mosbacher (VBK) und Johannes Kehm (Kunstverein Schopfheim). Foto: Gabriele Hauger

Regio - Von wegen Konkurrenzdenken! Ganz im Gegenteil: Die drei Kunstvereine aus Lörrach (VBK), Weil am Rhein und Schopfheim spannen zusammen. Zum Auftakt dieser neuen Kooperation gibt es eine gemeinsame Ausstellung unter dem sinnigen Titel „connect“, an der 45 Mitglieder der drei Kunstvereine beteiligt sind.

Dabei soll es jedoch nicht bleiben: Unter dem assoziationsreichen Titel „dreiartig“ wollen alle drei Kunstvereine auch künftig enger zusammenarbeiten. „Von dieser Kooperation erhoffen wir uns, künftig in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen zu werden und dadurch auch mehr Besucher zu den jeweiligen Ausstellungen zu locken“, so Johannes Kehm vom Kulturverein Schopfheim beim gestrigen Pressegespräch. Auf seine Anregung hin hatten sich Vereinsvertreter vor einem Jahr erstmals zusammengesetzt. Aus diesem „Brainstorming“ entwickelten sich dann äußerst kreative Ideen, erklärt Kehm.

Alle drei Vereine wollen selbstständig bleiben, sich aber künftig besser vernetzen. Dazu dient auch eine neue Website, die sich derzeit im Aufbau befindet und über die man sich über sämtliche Aktivitäten aller drei Kunstvereine informieren kann.

"connect" als Auftakt der Zusammenarbeit

Als Auftakt der neuen intensiven Zusammenarbeit dient die Ausstellung „connect“. Auf der Einladungskarte symbolisiert die Route der Regio S-Bahn die Verbindung zwischen den drei Städten, hier finden sich auch alle Namen der beteiligten 45 Künstler. Diese zeigen kompakt an drei (!) Tagen, vom 7. bis 9. Dezember, in der Schopfheimer Kulturfabrik ihre Arbeiten, kuratiert von Ellen Mosbacher vom VBK. Diese hatte drei Jahre lang im Lörracher Nellie Nashorn eine eintägige Winterausstellung organisiert. Nach ähnlichem Muster, nur eben mit Künstlern aus allen drei Vereinen, wird „connect“ jetzt unter ihrer Regie aufgebaut. „Jedes Mitglied aus den drei Vereinen konnte sich zur Teilnahme anmelden, es gab keine Auslese“, so Mosbacher. Dabei regte sie an, dass sich die Werke mit dem Thema „connect“, also Verbindung, beschäftigen. Skulpturen, Malerei und Fotografie werden in der Kulturfabrik zu sehen sein.

„Ich bin mit der Auswahl sehr zufrieden. Es wird spannend“, verrät sie. Jeder der Künstler hat zu seiner Arbeit ein kurzes Statement verfasst, das abgedruckt und dazugehängt wird. Bei der Vernissage am Freitag ab 18 Uhr werden zudem Künstler und Besucher mit einer Polaroidkamera abgelichtet. Die Fotos werden anschließend nebeneinander aufgehängt und können von den Besuchern mit Marker-Stiften beschriftet oder verknüpft werden. Diese kreative Fotoaktion steht symbolisch auch für die Verknüpfungen, die zwischen Künstlern, Vereinen, Besuchern und den drei Städten wachsen sollen.

Bei dieser ersten gemeinsamen Ausstellung soll es nicht bleiben. An eine Fortsetzung wird gedacht, wobei sich alle Beteiligten gut vorstellen könnten, dass der Ausstellungsort durch die drei Städte wandert.

Generell dürfte das Interesse der Städte an Bildender Kunst gerne größer sein, hieß es unisono. Auch dafür möchte das Konzept „dreiartig“ künftig beitragen. Vorstellen können sich die Beteiligten neben gemeinsamer Homepage und Ausstellungen gelegentliche kulturbezogene Anlässe, auch mit Musik sowie eine räumliche Ausweitung auf das gesamte Wiesental.

  •  „connect“: 7. bis 9. Dezember, Kulturfabrik Schopfheim, Vernissage: Freitag ab 18 Uhr, Samstag/Sonntag 11.30 bis 17 Uhr ­

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