Schopfheim-Gersbach - Das regenarme und sturmreiche Jahr hat auch dem Gersbacher Wald zugesetzt.

Der Vorsitzende der Privatwald-Betriebsgemeinschaft Gersbach (PBG), Wilfried Geiger, berichtete bei der Hauptversammlung von Terminen im Rahmen des Flurneuordnungsverfahren. Nach dem Bau von neuen Waldwegen müsse auch die Erschließung der einzelnen Grundstücke erfolgen.

Die drei Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) des Landkreises seien jede für sich zu klein. Um eine schlagkräftige Verkaufsorganisation zu schaffen, wäre eine Kooperation untereinander sowie eine gute Verzahnung zwischen der neuen Forstverwaltung und den FBGs erforderlich. Der Waldbesitzer müsse tatenlos zusehen, wie der Borkenkäfer die Bäume vernichtet. Auch in Gersbach sollten klimaresistente Baumarten gepflanzt werden. Der Mischwald werde durch den Tannenverbiss gefährdet.

Rechner Ewald Sutter berichtete von wenigen Bewegungen in der Kasse.

Ortsvorsteher Christian Walter dankte der PBG für ihre Arbeit. Die Suche nach einem Holzlagerplatz habe ein einvernehmliches Ende gefunden.

Mathias Klünder gab die neuesten Erkenntnisse zur Flurneuordnung bekannt. Nach Änderungswünschen des genehmigten Wege- und Gewässerplanes könne man nun auch den Rüttene Weg,

Hitze und Trockenheit des Jahres 2018 stellen alles in den Schatten

den Atschel- und den vorderen Brandweg ausbauen. Bei den Wegen in der Brunnmatt werde ein möglicher See berücksichtigt. Bei den Wunschterminen seien trotz Verzögerungen 90 Prozent bereits erledigt. Gersbach sei das größte Verfahren landesweit. Der angekündigte Termin der Besitzanweisung im November 2019 müsse um ein Jahr verschoben werden, was auch die Verlängerung der Holzeinschlagsperre bedeute. Die Sturm- und Käferschäden erforderten die Nachbewertung von rund 350 Grundstücken.

Jörg Gempp bat die Waldarbeiter, nach getaner Arbeit die Wege so zu verlassen, wie sie vorher anzutreffen gewesen seien.

Forstbezirksleiter Bernhard Schirmer sprach die Forstneuorganisation an. Ab diesem Zeitpunkt müssten Gestellungskosten für den Revierförster berechnet werden. Die Betreuung der Privatwaldbesitzer sei jedoch gesichert.

Um die jetzigen Revierstrukturen beizubehalten, sollten die Kommunen an einem Strang ziehen. Bei den drei FBG sei eine Kooperation nötig, denn die Sägewerke werden weniger und immer größer. In punkto Käferbefall, Hitze und Tockenheit habe das Jahr 2018 alles in den Schatten gestellt.

Michael Meyer-Heisig, Geschäftsführer der FBG Kleines Wiesental, gab einen Bericht über den Holzmarkt. Stürme und Überschwemmungen in Europa hätten den Holzmarkt durcheinander gebracht. Export sei nur noch in ferne Länder möglich. Die Verlängerung der Holzeinschlagsperre sei ärgerlich.