Schopfheim Demonstranten senden Botschaft für Klinikerhalt

Anja Bertsch                                      und Zoë Schäuble

Mit Bannern und Plakaten haben am heutigen Montagabend rund 500 Bürger ein deutliches Zeichen für den vorläufigen Erhalt des Schopfheimer Krankenhaus-Standorts in seiner aktuellen Form gesetzt. Diese zeigten im Rahmen einer Demonstration vor der Schopfheimer Stadthalle klare Kante.

Von Anja Bertsch  und Zoë Schäuble

Schopfheim. Fünfmal so viele Bürger, wie ursprünglich von Einsatzleiter Sven Schroeder von der Polizei Schopfheim angenommen, waren dem Aufruf der Schopfheimer Parteien und Wählervereinigung zur Kundgebung im Vorfeld der Gemeinderatssitzung gefolgt. Insgesamt vier Polizisten und Vertreter des Ordnungsamts waren ausgerückt.

Die Demonstranten – viele Schopfheimer, aber auch einige aus den Nachbarorten und umliegenden Gemeinden – waren friedlich, reckten aber bestimmt ihre Schilder und Banner in die Höhe.

André Huber, Beisitzer des SPD-Ortsvereins Schopfheim, richtete stellvertretend für die Parteien einige Worte an die Demonstranten und unterstrich die Brisanz der Thematik: „Bitte nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen an der Gemeinderatssitzung teil.“

Zuhörererraum brechend voll

Und Hubers Worte fielen auf fruchtbaren Boden: Der Zuhörerraum in der Gemeinderatssitzung in der Schopfheimer Stadthalle war brechend voll. War die Stimmung draußen noch gemäßigt, drohte diese drinnen zu kippen. Zuhörer brachten im Rahmen der Bürgerfragestunde ihre Kritik und Bedenken vor – und das vor prominentem Publikum: In der Sitzung zu Gast waren neben Landrätin Marion Dammann und dem neuen Geschäftsführer der Kliniken im Landkreis, Sascha Sartor, auch die gesamte Geschäftsführung der Klinik – unter anderem Marco Globes, Hans-Heinrich Osterhues und Kathrin Knelange.

Die Möglichkeit, ihre Kritik direkt an die Entscheidungsträger adressieren zu können, sorgte im Zuhörerraum für den einen oder anderen emotionalen Ausbruch – Zwischenrufe und Pfiffe als Kommentar auf die Ausführungen der Geschäftsführung inklusive. Eine turbulente Sitzung sollte folgen.

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