Schopfheim. Bei der Seniorenwoche stellte Friedrich Busse ein altes, mittlerweile fast ausgestorbenes Handwerk vor. Busse ist Bürstenbinder und das seit über 60 Jahren. Ein interessierter Kreis von Besuchern sah ihm im Begegnungscafé bei der Arbeit zu und erfuhr viel über seinen Beruf und sein Leben. Die Bürstenbinderei hat Friedrich Busse bis nach Amerika und sogar ins Fernsehen gebracht. Vor allem im Nachhaltigkeitstrend sind seine Produkte modern: Die Langlebigkeit einer Gemüsebürste aus Wildschweinborsten beträgt viele Jahre. In Berufstracht arbeitend, hatte Busse auch eine Auswahl meist selbstgefertigter Bürsten dabei: Babybürste, Handfeger, Saunabürste und „Exoten“ wie eine „Stuckdeckenbürste“. Der Renner seiner Kollektion war das „Computerbürstli“. Davon hat er nach eigenen Angaben bereits mehrere tausend Stück hergestellt und auch verkauft. Überwiegend werden Ziegenhaare und Wildschweinborsten verarbeitet. Aber auch exquisite Haare wie Fehhaar oder Haare vom Rotdachs werden zu Bürsten verarbeitet. Jeder Besucher durfte eine der „kleinsten Bürsten der Welt“ mit nach Hause nehmen – das sind Bürstchen, die für die Zahnpflege verwendet werden.