Schopfheim Dank an die „strengen und geduldigen“ Lehrer

Markgräfler Tagblatt, 12.07.2018 22:00 Uhr

Schopfheim (hjh). „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“: Das riet die Schulband den Schülerinnen und Schülern, die bei der Abschlussfeier in der Aula der Friedrich-Ebert-Schule die Zeugnisse überreicht bekamen.

Das mit der Gemütlichkeit indes wollte der kommissarische Schulleiter Günter Fischer ein bisschen einschränken. „In allen Situationen eures künftigen Lebens werdet ihr euch vermutlich nicht daran halten können“, drückte er bei der Verabschiedung der 25 Schulabgänger der zehnten und der beiden neunten Klassen auf die Bremse.

Ein „nicht ganz einfaches Schuljahr“ liege hinter den meisten Jugendlichen und hinter den Lehrkräften, erinnerte Fischer an manche „prekäre Unterrichtssituation, an Ausfälle, Lehrerwechsel oder Änderungen im Klassengefüge.“

Aus Kindern seien im Lauf der sechs Jahre junge Erwachsene geworden, so Fischer.

37 von ihnen haben den Hauptschulabschluss in zwei neunten Klassen erreicht, 25 schafften den Realschulabschluss in der Zehnten, der in diesem Jahr erstmals möglich gewesen ist. 14 Schulabgänger nehmen eine Berufsausbildung in Angriff, 48 besuchen weiterführende Schulen.

„Vor sechs Jahren haben wir uns mit großer Euphorie auf den Weg gemacht“, sagte Englisch-Lehrer Wolfgang Steinhauser, der die Mädchen und Jungen in den zurückliegenden sechs Jahren intensiv begleitet hatte.

Das sei so zwar nicht alles eingetreten, trotzdem hätten die Schüler die Anforderungen „gut gemeistert“, so Steinhause, obwohl sie mit einigen außergewöhnlichen Situationen – Klassenlehrerwechsel, Zusammenlegung während es zehnten Schuljahres – fertig werden mussten.

Dafür gab es dann auch viel Applaus von Eltern und Geschwistern, die das Lob des Lehrers zufrieden zur Kenntnis nahmen.

Von „guten und von schlechten Zeiten“ hatten zuvor die beiden Klassensprecher Jannis Gries und Luca Dreher gesprochen. Nun werde jeder versuchen, seinen eigenen Weg einzuschlagen, sagten sie und bedankten sich bei ihren Lehrern für deren „Ausdauer, Hartnäckigkeit und Strenge“ im Unterricht, deren Nutzen sie jetzt erst erkannt hätten.

Nico Lorenz, Lea Völz, und Jannis Gries erhielten Klassenpreise. Kunstpreise gab es für Lea Völz sowie Xenia Hoffmann, Ramona Müller und Ronja Strittmatter.

Für gute Leistungen ein Lob erhielten Nico Lorenz, Daniel Reichert, Madeleine Singer, Nils Brunner, Luca Nübling und Laurin Rollmann sowie a Philipp Bitzer, Luca Dreher, Daniel Geitz, Philip Moser, Maximilian Mülhaupt, Max Thater, Xenia Hoffmann, Ramona Müller und Katrin Neumann.

 
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