Schopfheim Förderverein soll Höhenbad Schweigmatt retten

Hans-Jürgen Hege

Schopfheim-Raitbach - Der Andrang war riesig: Ortsvorsteher Willi Tholen strahlte mit der Sonne um die Wette, als er gemeinsam mit dem Vorstand des neu gegründeten Fördervereins die vielen Besucher begrüßte, die bei der Rettung des Höhenbads mit anpacken wollen.

Von Hans-Jürgen Hege

Sie standen buchstäblich Schlange, um die ausgelegten Beitrittsformulare auszufüllen. Schon da kristallisierte sich heraus: Es gibt viele Menschen rund um Raitbach und Schweigmatt, die ihre Perle in luftiger Höhe nicht aufgeben wollen, wenn die Stadt den Pachtvertrag, der in diesem Jahr ausläuft, nicht verlängert oder – mit Unterstützung des nunmehr eingetragenen Fördervereins – das Heft selbst in die Hand nimmt und das Bad weiter betreibt.

Eingeladen zu dem Treffen am Beckenrand hatte das Vorstandstrio Natascha Reichert, Achim Hacken und Benjamin Bielawski.

Mit viel Herzblut für die Rettung des Schwimmbads

Die drei und ihre Mitstreiter Andrea Strübe, Sebastian Bach, Thomas Jost, Willi Tholen und Andreas Strübe versicherten den Anwesenden, dass sie sich mit viel Herzblut für das große Ziel, die Rettung des Schwimmbades, das der Feuerwehr auch als unverzichtbarer Löschwasserteich diene, einsetzen wollen.

Benjamin Bielawski erinnerte an „viele emotionale Geschichten“, die das im Jahr 1935 für 9000 Reichsmark auf gebaute und in den 70er-Jahren grundlegend modernisierte Freibad zu erzählen „oder manchmal vielleicht auch besser nicht“ zu erzählen habe.

Bis zu 12 000 Besucher im Jahr

Ortsvorsteher Willi Tholen betonte, dass sich im solarbeheizten Bad jährlich bis zu 12 000 Besucher tummeln. Alleine das beweise eine eindrucksvolle Attraktivität nicht nur für das Dorf, sondern „für die Region und darüber hinaus.“

Für Erwachsene, aber auch für Jugendliche und nicht zuletzt für die Kinder- und Jugendeinrichtung der Michael-Gemeinschaft in unmittelbarer Nachbarschaft sei es ein wichtiger sozialer Treff.

Dazu trage auch bei, dass das Bad mit seinem 25 mal zehn Meter großen und 400 Kubikmeter fassenden Becken mit separatem Kleinkinderbecken und einem abgetrennten Nichtschwimmerbereich samt Rutsche „allen Bedürfnissen gerecht“ werde.

Unterstützung durch Geld und Arbeit

Die Ziele des Vereins, der sich da trotz der Sonne bei nicht gerade einladendem Badewetter vorstellte, sind klar definiert: „Wir wollen die Stadt als eventuell neuer Betreiberin partnerschaftlich durch Arbeitsleistungen, mit finanziellem Zustupf aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden unterstützen.“

Sämtliche Gelder, die an Veranstaltungen wie der am Samstag herausspringen, als Grillwürste, Handarbeiten, Kaffee und Kuchen reißenden Absatz fanden, kommen nach seinen Worten „dem Erhalt, der Pflege, anstehenden Modernisierungen und dem Betreiber des Schwimmbades zugute“. Solche Argumente sollen Stadtverwaltung und Gemeinderat überzeugen, „dass das Höhenschwimmbad eine gute Zukunft hat.“

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