Schopfheim Das Kreuz wird in der Schule gemacht

Markgräfler Tagblatt, 14.06.2018 22:00 Uhr

Bei der Sitzung des Jugendparlaments (Jupa) standen unterschiedliche Themen auf der Agenda. Ende November wird ein neues Jugendparlament gewählt.

Von Anja Bertsch

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Schopfheim. Bis dahin wollen das Jugendreferat und die amtierenden Jungparlamentarier kräftig die Werbetrommel rühren, um motivierte Kandidaten zu finden und eine gute Wahlbeteiligung zu erreichen.

Geplant sind in den nächsten Wochen Infoveranstaltungen an den weiterführenden Schulen, in denen die Möglichkeiten und Aufgaben des Jugendparlaments vorgestellt werden. Ende September dann soll es konkret auf Kandidatensuche gehen, am 25. Oktober sollen sich die Kandidaten im Rathaussaal vorstellen.

Die eigentliche Wahlen finden dann in der Woche vom 19. bis zum 23. November statt. Dabei wollen die Organisatoren eine weitere Neuerung versuchen, um eine gute Wahlbeteiligung unter den Jugendlichen zu erreichen: Machten die Jugendlichen ihr Kreuzchen bei der ersten Jupa-Wahl 2014 direkt in den Schulen auf einen Stimmzettel, so gab es beim letzten Mal 2016 die Möglichkeit, von zu Hause aus Online zu wählen.

Die erhoffte Erhöhung der Wahlbeteiligung brachte das allerdings nicht, im Gegenteil. Also sollen die Jugendlichen dieses Mal wieder direkt in den Schulen zur Wahl eingeladen werden, wo sie dann aber nach Möglichkeit per Computer wählen sollen, erklärte Jupa-Vorsitzender Maik Walteich. Auf der konstituierenden Sitzung am 12. Dezember soll das neue Jupa dann offiziell ins Amt kommen.

Mit einer Menge Einsatz bringen die Schopfheimer Jugendlichen ihr Jugendzentrum (JuZ) auf Vordermann: In einem Arbeitswochenende wurde unlängst bereits der große Raum im ersten Obergeschoss mit neuem Anstrich, Wandtattoo und Möbeln kräftig aufgefrischt. In der Sitzung des Jupa ging es nun um die organisatorischen Details der nächsten Etappe, in der zwei weitere Räume im Dachgeschoss renoviert werden sollen. Stattfinden soll die „Aufhübschaktion“ demnach am 13./14. Juli; Helfer sind gerne willkommen.

Während die Jugendlichen sich derzeit bemühen, ihre jetzigen Räume in der Hebelstraße aufzuhübschen, rückt mit der millionenschweren Campus-Planung für die Friedrich-Ebert-Schule das langersehnte neue JuZ zumindest in Sichtweite: Die neuen Räume sollen an die neue Sporthalle angedockt werden, die auf dem jetzigen Spielplatzgelände entstehen soll. In die Ausgestaltung der neuen Räume sei das Jugendparlament von Seiten der Stadt bislang nicht einbezogen worden, erklärte Jupa-Vorsitzender Maik Walteich auf Nachfrage von Gemeinderat Ernes Barnet aus dem Zuhörerraum.

Einen neuen Zebrastreifen wollen die Jupas für die Schwarzwaldstraße auf Höhe der Schlosserei Schneegass beantragen: An dieser Stelle strömen die Schüler von Theodor-Heuss-Gymnasium und Waldorfschule auf ihrem Weg in Richtung Stadt über die Schwarzwaldstraße, um über Steinhäußler- und Wehrer Straße weiter in die Stadt zu gelangen. Ein Zebrastreifen könnte die öfter brenzligen Situationen entschärfen, so die Überlegung.

Gemeinsam wollen Jupa und Skater das Einweihungsfest für die neue Skateranlage organisieren, erklärte Jupa-Vorsitzender Maik Walteich, und forderte die Jung-Parlamentarier auf, Ideen zu einzubringen. Bereits gesetzt ist ein Skater-Contest. Der Bau der neuen Skateranlage gehe kräftig voran, berichtete Streetworker Ahmed Keskin, so dass die Einweihung im Herbst stattfinden kann.

Schopfheim (jab). Einige Häme mit dem Unterton „Die Jugend von heute....“ mussten die Jungparlamentarier einstecken, nachdem die letzte Sitzung im April mangels Beteiligung (nur zwei der zwölf Mitglieder waren da) ausfallen musste, berichtete Vorsitzender Maik Walteich.

Dabei sehen sich die Jugendlichen zu Unrecht am Pranger, machte er deutlich: Zum einen sei es überhaupt das erste Mal in drei Jupa-Perioden – sechs Jahren also – der Fall gewesen, dass nicht genügend Gremienmitglieder zur Sitzung kamen.

Und anders, als es zunächst den Anschein hatte, hatten sich alle Nicht-Anwesenden vorab entschuldigt.

Unglücklicherweise sei dies aber über unterschiedliche Kanäle und Ansprechpartner geschehen, so dass zum Termin selbst nicht klar gewesen sei, dass tatsächlich nur zwei Mitglieder kommen würden, hieß es bei der Sitzung.