Schopfheim „Das Leben junger Patienten verbessert“

Übergaben eine Spende von 2200 Euro: (von links) Stefan Klever, Wolfgang Stocker und Ulrike Froese (alle Kiwanis-Club) - das Ehepaar Marianne und Günter Zabel will den Betrag für den nächsten Bolivien-Einsatz verwenden. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Schopfheim. Es gibt sicher nur wenige Menschen in Schopfheim und Umgebung, die von den zahlreichen ehrenamtlichen Einsätzen des Plastischen Chirurgen Günter Zabel noch nichts gehört haben.

Zabel und sein Interplast-Team operieren Patienten, die unter schweren Verbrennungsnarben, Gesichtsfehlbildungen sowie Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten leiden; durch die Eingriffe werden die Menschen, die meist mittellos sind, in die Lage versetzt, wieder zu einem sozial integrierten Part ihrer Gesellschaft zu werden.

Die Mitglieder des Kiwanis- Clubs Wiesental hatten Günter Zabel gebeten, sie im Rahmen ihres monatlichen Treffens über seine zahlreichen Einsätze in Ländern wie Vietnam, Kamerun und erst vor kurzem wieder in Bolivien detaillierter zu informieren.

Der Club war speziell an der Bolivienreise interessiert, da die Patienten in diesem Fall fast ausschließlich Kinder waren. Zabel, der auf seinen Reisen sehr oft von seiner Frau Marianne fachlich tatkräftig unterstützt wird, zog die Zuhörer mit seinem eindrücklichen Bericht und erschütternden Bildern in seinen Bann.

Aufnahmen, die vor und nach den erfolgreichen Operationen gemacht wurden, belegten, wie wertvoll die Arbeit der Chirurgen ist und welche eindrücklichen Verbesserungen der Lebensbedingungen der Patienten erreicht werden können.

Interessant war es auch zu hören, welche organisatorischen Hindernisse überwunden werden müssen, um einen Einsatz vorzubereiten und dann auch vor Ort durchzuziehen. Von den Mühen, die notwendigen finanziellen Mittel zusammen zu bekommen, kann Günter Zabel auch ein Lied singen.

„Genau hier kann und will der Kiwanis-Club Wiesental gerne einen Beitrag leisten“, fasste Wolfgang Stocker, der damalige Clubpräsident, die einstimmige Bereitschaft der Mitglieder zur Unterstützung zusammen.

Spontan erfolgte der Beschluss, aus den Mitteln des Clubs 1500 für einen Einsatz bereitzustellen. Einige Mitglieder haben diesen Betrag anschließend noch durch einen privaten Beitrag aufgestockt, so dass schließlich 2200 Euro als Spende zusammen kamen. Der Scheck wurde Günter Zabel und seiner Frau kürzlich übergeben. Diese nahmen ihn mit Dank entgegen und bestätigten, dass dieses Geld für die Finanzierung des nächsten Einsatzes in Bolivien im kommenden Jahr verwendet werden wird.

„Unterstützung für derartige effektive und nachhaltige Aktivitäten ist genau das, was wir von Kiwanis auf unsere Flagge geschrieben haben, und wir sind froh, einen Beitrag leisten zu können“, war die einhellige Meinung der anwesenden Clubmitglieder, die die Arbeit der Interplast-Teams bewundern.

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