Schopfheim „Das sind Unterstellungen“

Der Investor wehrt sich entschieden gegen die Anschuldigungen des Grünen-Ortsverbands.                                                                                    Foto: Werner Müller

Schopfheim - Als „haltlos und schlichtweg unverschämt“ weist der Investor die Anschuldigungen zurück, die der Ortsverband der Grünen in einer Pressemitteilung erhebt. Die Behauptungen entbehrten zu großen Teilen der Wahrheit und beruhten auf Mutmaßungen und – „schlimmer noch – Unterstellungen“, heißt es in einer Stellungnahme des Investors.

Dass die Grünen nicht erfreut über das Bauvorhaben seien, sei ja soweit in Ordnung. „Das wollen wir gar nicht in Abrede stellen.“

Wenn aber der Investor als Erpresser dargestellt werde, schlage das dem Fass den Boden aus. „Diese Anschuldigung ist haltlos und schlichtweg unverschämt.

Nebenbei habe „die Tonalität der Berichterstattung ein Maß überschritten, „zu dem wir in der Form nicht mehr schweigen können und wollen“, teilt der Investor mit und nennt einige Beispiele, „die der Stellungnahme ungeprüft entnommen wurden, und die nicht den Tatsachen entsprechen“:

1.) Auf dem Privatgelände, das sich schon seit Jahrzehnten in Besitz des Investors befinde, sollte eine zweite Wiesen-Kindertagesstätte entstehen? „Davon wusste der Grundstückseigentümer bis heute noch gar nichts. Gibt es dazu schon Pläne, die jemals publik wurden? Oder ist das nur ein Wunsch?“, heißt es in der Stellungnahme des Investors.

2.) 1,9 Hektar sollen von Grünfläche in Bauland umgewandelt werden? „Die Zahl entspricht auch nicht der Wahrheit. 1,35 Hektar sollen Bauland werden, der Kanal mit der restlichen Fläche soll unter anderem renaturiert werden.

3.) Handelt es sich wirklich um unbebaute Wiesen - respektive Grünfläche? „Nein, denn mit dem Turbinenhaus sind die betreffenden Grundstücke zu Teilen schon bebaut. Zudem gibt es auch einen rechtskräftigen Bebauungsplan im Kanalbereich, auf dem bereits Bauplätze ausgewiesen sind. Das müsste den Grünen bekannt sein“, so der Investor.

4.) Eine weitere unbelegte Mutmaßung sei die Behauptung der Grünen, es werde mit 300 bis 400 Autofahrten durch die beiden Erschließungsstraßen gerechnet. „Auf welche Statistiken wird sich hierbei gestützt?“

Der Investor habe jüngst eine Wohnanlage mit 185 Tiefgaragen-Stellplätzen in Bad Säckingen gebaut (in Schopfheim wären es nur wenige Stellplätze mehr). Weit über 50 Prozent der Autos in dieser großen Tiefgarage würden dabei täglich nicht bewegt. Die Realität sehe eher so aus, dass nur bis zu 150 Autofahrten in lediglich einer Erschließungsstraße (Bergseestraße) in Bad Säckingen verzeichnet werden.

Zum besseren Verständnis teilt der Investor, eine Immobilien GmbH mit Sitz in Bad Säckingen, mit, dass diese im Bremt als Bauträger auftreten werde. Das Grundstück sei schon seit 1952 im Privatbesitz der Familie. „Es wurde ergo nicht gekauft, um es, wie der BUND unter anderem vermutet, von einer schnell erworbenen Randlage zu einem Baugebiet zu kommen.“

Der Investor: „Solch eine Aussage des Grünen-Ortsverbands dient vielleicht einer gewissen Polemik in der kommunalen Politik, ist aber letztlich rufschädigend.“

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