Schopfheim „Der Gesellschaft etwas zurückgeben“

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Langjährig und vielfältig engagiert: CDU-Stadträtin Heidi Malnati.             Foto: Ralph Lacher

Schopfheim - Ein bewegtes Leben im Privaten, im Beruf und vor allem im Ehrenamt und in der Kommunalpolitik lebt die Schopfheimerin Heidi Malnati, die heute ihren 70. Geburtstag feiert.

Geboren wurde die Jubilarin am 26. Februar 1951 als eines von sieben Kindern einer Handwerkerfamilie in Sulzburg im Markgräflerland. Die Familie zog später in den heutigen Kanderner Ortsteil Wollbach. Dort wuchs Heidi Koch auf, ging später auf die Kanderner Realschule und lernte den kaufmännischen Beruf nach dem Besuch der Wirtschaftsschule.

Die junge Frau bildete sich weiter zur Buchhalterin, legte auch die pädagogische Eignungsprüfung ab und machte ihren Fachwirt im Handel. Als selbstständige Geschäftsführerin arbeitete sie viele Jahre für ein Lörracher Großhandelsunternehmen, wo sie auch an die 80 junge Menschen ausbildete.

Zuletzt und bis zum coronabedingten Ausscheiden arbeitete sie in einem Kanderner Hotel-Restaurant in der Verwaltung.

Heidi Koch war der Liebe wegen 1972 nach Schopfheim gezogen, wo sie später den Fahrnauer Klaus Malnati heiratete. Sie erinnert sich noch gut daran, dass die Eingewöhnung in Schopfheim eher holprig verlief. Über ihre sportliche Ader und ihren Humor und durch Mitgliedschaft zuerst in der TSG und bei den Enningern, die sie Ende der 80er Jahre mitgegründet hatte, habe es aber „gelebte Integration“ gegeben, wie Heidi Malnati sagt.

Über die Schopfheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Ortrun Schätzle kam Heidi Malnati zur CDU. Daraus wurde ein umfängliches Engagement für die Christdemokraten. 13 Jahre war sie Vorsitzende des Schopfheimer Stadtverbandes der CDU, seit 2009 gehört sie dem Gemeinderat an, sie war neun Jahre Fraktionsvorsitzende, dazu engagiert im CDU-Wirtschaftsrat, als langjährige Vorsitzende in der CDU-Frauenunion und aktuell als Kassenwartin im CDU-Kreisverband. Für diesen war sie auch ein Jahr als Nachrückerin im Kreistag.

Über die CDU hinaus engagiert sie sich im Aufsichtsrat von „Leben und Wohnen“ in Lörrach, beim Kiwanis-Club in Schopfheim, beim Förderverein Jugendzentrum und beim AK Integration in Schopfheim. Dazu betreut sie zwei gehandicapte Bewohner des Hertener St. Josephshauses.

Die Motivation zum kommunalpolitischen Ehrenamt ziehe sie aus der Überzeugung, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen, vor allem auch aus dem Bewusstsein, junge Menschen zu Verantwortung für das Gemeinwesen zu bewegen, sagt Heidi Malnati.

Dieses Engagement in der Kommunalpolitik, aber auch im sportlichen und närrischen Vereinsleben in der Stadt Schopfheim habe ihr, so die geschiedene CDU-Frau, zwar viel Zeit abverlangt. Das sei aber kein Problem. Denn ihre sportlichen Ambitionen wie Ski- und Fahrradfahren, Walking und das Draußensein in der Natur mit ihrem Hund kann sie trotzdem ausleben. Und die Kontakte zum Sohn und dessen Familie mit Enkel sind weitere Freizeitaktivitäten der Jubilarin. Sie sagt dann auch zufrieden: „Ich bereue nichts, würde alles wieder so machen und freue mich darauf, noch viel für die Menschen in meiner Heimatstadt Schopfheim tun zu können.“

Den runden Geburtstag hätte sie natürlich gerne im größeren Stil gefeiert. Corona macht es unmöglich, so dass sie ihren heutigen Geburtstag bei der Schwester im Bayrischen feiert. „Wenn Corona vorbei ist, steht einer Art von Nachfeier sicher nichts mehr im Wege“, blickt Heidi Malnati voraus.

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