Schopfheim Die „Lateinschule“ als Keimzelle

Schopfheim - Ein doppeltes Jubiläum feiert das THG im Schuljahr 2019/2020: Vor 250 Jahren wurde in der Räumen der heutigen Hebelschule die „Lateinschule“ als Keimzelle des heutigen Gymnasiums gegründet. Vor 50 Jahren bezog die Schule den Neubau am Schlierbach, wo sie bis heute zuhause ist.

Unter dem mehrdeutigen „2 50 – mehr als eine Zahl“ will das THG das Doppeljubiläum in verschiedenen Veranstaltungen und Projekten übers Schuljahr hinweg zelebrieren. Erste Ideen und Termine sind bereits gesetzt, Weiteres soll in den kommenden Monaten entstehen, so Schulleiterin Claudia Tatsch bei einem Pressegespräch.

Drei große Veranstaltungen bilden den Rahmen für das Jubiläums(schul)jahr: Der offizielle Festakt findet am 14. Dezember in der Stadthalle statt; neben den Redebeiträgen soll die Musik hier eine große Rolle spielen. Im Mai 2020 ist – ebenfalls in der Stadthalle – ein Festball geplant. Zum Ende des Jubiläumsjahres dann – im Juli 2020 also – soll es ein großes Schulfest geben.

Der Startschuss für die Geburtstagsfeiern freilich soll noch in diesem Schuljahr im Rahmen der Projekttage vor den Sommerferien fallen. Mehrere Projekte sollen sich das Jubiläum aus unterschiedlicher Perspektive zum Thema nehmen.

„Im Moment sammeln wir Ideen“, so Tatsch. Auf jeden Fall sollen einige Projekte sich auf die ein oder andere Weise mit der Geschichte der Schule beschäftigen. Dazu sollen Zeitzeugen befragt werden, die die ihre Erinnerungen an das THG früherer Zeiten beisteuern können. Neben der Rückschau auf die Vergangenheit ist auch ein Blick in die Zukunft denkbar und eine Auseinandersetzung darüber, wie Schule in Zukunft aussehen könnte.

„250 Jahre sind eine lange Strecke mit immensen Entwicklungen und Umbrüchen. Das wollen wir den Schülern bewusst machen“, erklärte Lehrer Thilo Kuschel-Lauber, der das Jubiläum von Seiten der Schule gemeinsam mit einem Team von Lehrerkollegen vorbereitet.

„Und es geht darum, Vergangenheit und Zukunft zu verbinden“, ergänzt Claudia Tatsch und hat dabei die Inhalte von Projekttagen und weiteren Jubiläumsfeierlichkeiten ebenso im Blick wie beispielsweise die Aufbereitung der Projektarbeiten.

Ob aus den historischen Tiefenbohrungen beispielsweise eine klassische Festschrift mitsamt Chronik entsteht, oder ob die Ergebnisse medial ganz anders aufbereitet werden, hängt auch stark von den Impulsen der Schüler ab.

Was da in der Konzeption der Projekttage anklingt, soll sich in mehrfacher Hinsicht auch durch die weiteren Jubiläumsaktivitäten ziehen. Zum ersten: Die „Geburtstagsfeier“ soll zur gemeinsamen Sache der gesamten Schulgemeinschaft werden. Bei Planung und Umsetzung ist daher nicht allein die Schulleitung mitsamt Lehrern aktiv, viel mehr sollen auch Schüler und Eltern mitwirken. „Wir sind gespannt, was da an Ideen entsteht“, so Tatsch.

Zweiter wichtiger Aspekt, der schon in der Zeitzeugenbefragung anklingt, ist das Anliegen, frühere und aktuelle Schülergenerationen im Rahmen der Festivitäten zusammenzubringen. In diesem Sinne ist die Idee entstanden, Führungen anzubieten, bei denen sich ältere THG-Semester von jetzigen Schülern durch die Schulgemäuer lotsen lassen können. „Da gibt es sicher einen lebendigen Austausch“, zeigt sich die Schulleiterin überzeugt. Auch das Schulorchester soll sich zum Festakt um einige frühere Mitmusiker verstärken.

Zeitzeugen, die Erinnerungen ans THG oder beispielsweise Bildmaterial beisteuern können, melden sich unter: thg-projekttage@gmx.de.

Wer an einer Schulführung interessiert ist, meldet sich unter poststelle@thg-schopfheim.loe.schule.bwl.de.

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