Schopfheim Die Welt gerechter machen

Schopfheim - „Was können wir dazu beitragen, dass die Welt, in der wir leben, gerechter wird?“ Das fragte sich das SMV-Mitglied Jonathan Noch stellvertretend für die Schüler am THG aus Anlass des Tages der Menschenrechte.

In seiner Rede auf dem Pausenhof des Gymnasiums ging es ihm vor allem darum, wie Jugendliche bewirken können, dass die Menschenrechte Geltung erlangen.

Anlass dafür liefert eine Fotoausstellung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zum Thema „70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, die derzeit auf den Fluren des THG zu sehen ist. Die Schüler werden zudem während der Dezemberwochen im Unterricht in verschiedenen Fächern angeregt, sich mit der Bedeutung der Menschenrechte auseinanderzusetzen.

Dabei können sie ihr Wissen anhand der Ausstellungsfotos sowie den Informationen zu einzelnen Menschenrechtsartikeln und zu Meilensteinen der Entwicklung der Menschenrechte vertiefen und es mithilfe eines Quiz überprüfen. Dabei lernen sie, dass die Geschichte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eine Geschichte mit Fortschritten und Rückschlägen ist.

Hier knüpfte Jonathan Nochs Frage nach einem eigenen Beitrag zu einer fairen Welt, in der alle Menschen frei und in Frieden leben können, an. Er forderte seine Zuhörer nicht nur auf, die Stimme zu erheben und für die Rechte der Mitmenschen einzutreten, wenn sie in ihrem Alltag erleben, dass „eine Person in der Klasse, in einem Verein oder in der Öffentlichkeit ausgegrenzt wird“. Er ermunterte sie auch, sich stark zu machen „für Menschen, die unschuldig in Gefängnissen sitzen, die wegen ihrer Meinung bedroht werden, die diskriminiert werden, weil sie so sind, wie sie sind, die ungerecht behandelt werden“.

Gelegenheit, die Einhaltung der Menschenrechte auch in anderen Ländern einzufordern, haben die Schüler des THG ganz praktisch im Rahmen des Briefmarathons, den Amnesty International alljährlich zum Tag der Menschenrechte initiiert.

Dabei informieren sich die Jugendlichen am Beispiel von vier ausgewählten Menschen aus vier verschiedenen Ländern, die Menschenrechtsverletzungen erfahren haben. In diesem Jahr geht es um eine Frau in Südafrika, die sich für Landrechte einsetzt, eine Gefangene im Iran, die die Abschaffung der Todesstrafe forderte, eine Frau, die sich für benachteiligte Jugendlich in Venezuela einsetzt und schließlich eine Menschenrechtsaktivistin in der Ukraine.

Die Schüler lernen, wie sie in Briefen an Regierungsvertreter oder verantwortliche Behörden die Einhaltung der Menschenrechte fordern können. Dabei geht es darum, dafür zu sorgen, dass Menschenrechtsverletzungen nicht hinter Gefängnismauern im Verborgenen geschehen können, sondern dass den Verantwortlichen bewusst gemacht wird, dass die Welt erfährt, wer die Menschenrechte auf welche Art und Weise mit Füßen tritt.

So hatten die Jugendlichen im Gymnasium kürzlich im Rahmen der SMV-Aktion für die Menschenrechte nicht nur die Möglichkeit, sich mit ihrer Unterschrift auf einer Wandzeitung zu den Menschenrechten zu bekennen. Sie können auch Briefe an die Verantwortlichen im Iran, in Venezuela, in Südafrika und in der Ukraine schicken mit der Forderung, die Menschen, die sich in diesen vier Ländern für ihre ureigenen Rechte stark gemacht haben, zu schützen.

  • Von Inge Stangenberg, Gemeinschaftskundelehrerin am THG

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