Schopfheim Ein erster Blick in den Nachthimmel

Nach einwöchigem Dauereinsatz durch den Rolldachhüttenhersteller bei Sturm, Regen und Unmengen von Schlamm erfolgte bei schönstem Sonnenschein die Fertigstellung des Gersbacher Sternwartengebäudes.

Schopfheim-Gersbach . Die neun mal vier mal 3,2 Meter große und aus zwei Räumen bestehende Rolldachhütte befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Barockchanze auf 1000 Meter Höhe.

Nach einem letzten Motortest für das 1,5 Tonnen schwere Schiebedach, das sich im Notfall auch per Hand bewegen lässt, sei bei winterlichen Temperaturen ein erster astronomischer Blick aus dem „Phaenovum“-Vereins-Sternwartengebäude auf die Mondsichel möglich, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

In den nächsten Tagen wird nun der Holzbau „unter Strom gesetzt“, der Innenausbau begonnen, und nach Installation von Montierung und Teleskopen zu Beginn des kommenden Jahres steht dem „first light“ in der Sternwarte Gersbach im Jahr 2020 nichts mehr im Wege.

Für die Finanzierung des Innenausbaus, der Außenanlage und der jährlichen Betriebskosten in Höhe von etwa 5000 Euro pro Jahr sucht der Verein nun noch Unterstützer des Projektes. Spenden können auf das Vereinskonto IBAN: DE38 6835 0048 0020 0000 22 bei der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden mit dem Spendenzweck Sternwarte erfolgen.

Mit einem „Sternwartenprojekt“ möchte das „Phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck“ (www.phaenovum.de) das Interesse von Kindern und Jugendlichen an der Astronomie, insbesondere an der praktischen Himmelsbeobachtung fördern. Dazu sollen Schüler die Möglichkeit erhalten, durch Kursangebote an der Kaltenbach-Stiftung den Umgang mit mobilen Teleskopen zu erlernen („stærnwarte Kaltenbachstiftung“). Für Projektarbeiten mit tiefergehenden astrophysikalischen Fragestellungen wird zusätzlich die Einrichtung der Sternwarte mit hochwertigen Teleskopen in Gersbach realisiert ( „stærnwarte Gersbach“).

Für die Öffentlichkeit wird die Sternwarte an mindestens fünf Terminen im Jahr geöffnet. Die Umsetzung erfolgt durch ein Team aus erfahrenen Pädagogen und Amateurastronomen. Das gesamte Projekt in Höhe von rund 190 000 Euro wird finanziert und unterstützt von der Heraeus-Stiftung, den Unternehmen Busch Vakuumpumpen und Systeme, dem Unternehmen Glatt in Binzen, Energiedienst, der Heidehof-Stiftung, dem Ingenieurbüro Autenrieth, Sparkasse Wiesental, dem Architektenbüro Karcher & Partner, dem Department Physik der Universität Basel, Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach und privaten Spendern.

Bereits im November fanden erste Kurse zur praktischen Himmelsbeobachtung und zur Astrofotografie statt. Die offizielle Eröffnung der beiden Sternwarten ist im Frühjahr 2020 geplant.

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