Schopfheim Ein Fest wie aus dem Bilderbuch

Markgräfler Tagblatt

Das Wetter war super, die Besucher stürmten den „Dinkelberg“ und schwärmten aus in dem nach Bauernmarktmuster großzügig dekorierten Hof.

Von Hans-Jürgen Hege

Schopfheim-Wiechs. Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde, sich ausführlich vom Team des Markus Hurter über alles informieren zu lassen, was auch nur im entferntesten mit „Demeter“, „Kambium“, der „Dreiland-Biokiste“ und dem beeindruckenden Leben, der Arbeit und den Erfolgen auf dem gesamten „Hof Dinkelberg“ zu tun hat.

Dass dabei auch die Kulinarik nicht auf der Strecke blieb, versteht sich eigentlich von selbst. Dafür sorgte das Hofpersonal hinter dampfenden Smokern, heißen (Back-)Öfen und Pfannen mit brutzelnden Würsten leidenschaftlich. Schließlich war es recht anstrengend, sich durch den schier unglaublichen Wust an Angeboten und Attraktionen zu „kämpfen“ und sich um die „Versucherle“ zu kümmern, die praktisch an jeder Hofecke aufgetischt wurden.

Gemüse, Obst, Käse, Fleisch und Wurst aus der Hofproduktion gehörten ebenso dazu wie Käse aus Neuenweg, Brote aus Schopfheim und Kandern, Honig aus Riedlingen, Teikei-Kaffee, Bioprodukte aus dem Elsass, Kräuter aus der „Mutter Erde“, Pralinen und Eis aus Freiburg oder Eingemachtes aus der Brezelstadt.

Die unglaubliche Vielfalt biologischer Produkte unterstrichen Anbieter wie die Boutique Rotzler mit ihren Öko-Textilien, das Heitersheimer Öko-Reisebüro „travel-to-nature“, der Zeller Eine-Welt-Laden, ein Langenauer Ökobauteam und nicht zuletzt die Freiburger Korbflechterei Witt.

„Genial, einfach sagenhaft“, lautete das Fazit vieler Besucher nach einem ersten Rundgang über das weitläufige Gelände, auf dem erstmals ein Flohmarkt betrieben wurde und auf dem die Kinder Riesenspaß hatten bei den Mitmach-Aktionen, die Markus Hurter für sie auf dem Zettel hatte: Pizzabacken im hofeigenen Pizzaofen, Töpfern und Filzen, Sackkämpfen und Bogenschießen, Dosenwerfen und natürlich auch heuer wieder ein Puppenspiel, bei dem der Freiburger Puppenspieler Gregor Schwank seine kleinen Gäste in die „Geheimnisse unter der Erde“ einweihte.

Erstmals vergeben wurde im Rahmen des herbstlichen Festes auf dem Dinkelberg ein „Hofpreis“. Die Gäste wurden gebeten, jeweils einen Euro in diese Anerkennung sozialen Engagements zu investieren. Und die Besucher ließen sich denn auch nicht lumpen. 450 Euro waren im Laufe des Tages zusammengekommen, die am Abend auf den per Los aus sechs Bewerbern ermittelten „Gewinner“ warteten.

Hoffnungen machen durften sich die „Waldtage Laufenburg“, die Erlebniswochen für Schulkinder anbietet, „Plant fort the Planet“ (Baumpflanzungen), „Scolé“ (Gründungsinitiative für eine freie nachhaltige Schule im Wiesental), „SMOP“ (Selber machen ohne Plastik, eine Nachbarschaftsinitiative in Raitbach), eine schweizerische „Bodenfruchtbarkeitsinitiative“ sowie „fairNETZt“, die Vernetzungsplattform für innovative Projekte, Gruppen und Vereine in und um Lörrach, für die sich dann auch die Glücksgöttin Fortuna entschied, die aber – getreu ihren hehren Zielen – das Geld gar nicht für sich allein haben, sondern mit allen anderen Beteiligten teilen wollte, wie Markus Hurter hocherfreut mitteilte: „Die Vertreter von ’fairNETZt’ kamen aufs Podium und verkündeten, dass sie ihre Aufgabe primär darin sehen, andere Initiativen bei deren Aktivitäten zu unterstützen und dass sie, weil sie alle vorgestellten Projekte toll und wichtig finden, den Preis mit allen Bewerbern teilen möchten. Also bekamen dann alle jeweils 75 Euro.

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