Schopfheim Ein Quartier mit Charme

Schopfheim - Nächster Schritt: Der Gemeinderat befasst sich in seiner kommenden Sitzung mit dem „Kohlengässle“ und macht aller Voraussicht nach den Weg frei für dessen Überplanung.

Die Stadtverwaltung schlägt dem Gremium jedenfalls vor, den siegreichen Entwurf aus dem Wettbewerb zum Kohlengässle mit ein paar Änderungsvorschlägen als Grundlage für die künftige Bebauung des Quartiers zu akzeptieren. Die Räte sollen die Verwaltung außerdem beauftragen, mit dem Baurechtsamt in Lörrach zu klären, ob für die Überbauung ein Bebauungsplan erforderlich ist.

Die Stadt hatte bekanntlich vier Architekturbüros im Rahmen einer so genannten „Mehrfachbeauftragung“ gebeten, sich Gedanken über die Überplanung des 1,4 Hektar großen Quartiers zwischen Bahnlinie und Schwarzwaldstraße, Hebelstraße und Steinhäußlerstraße zu machen. Es umfasst den ehemaligen SBG-Parkplatz (städtisches Eigentum), den ehemaligen Bauhof der Firma Binder (Privatbesitz) sowie den namensgebenden Fußweg.

Städtebaulicher Wettbewerb

Mit dem städtebaulichen Wettbewerb will die Stadt die künftige Bebauung auf dem gesamten Areal klären. Insbesondere will sie vermeiden, dass vorgezogene Bauvorhaben im privaten Teil des Quartiers die künftigen Pläne für die städtischen Flächen beeinträchtigt. Die Gesamtkonzeption solle vielmehr eine Bebauung entwickeln, die „aufeinander abgestimmt und städtebaulich vertretbar“ sei, heißt es in der Vorlage für den Gemeinderat.

Für die privaten Teilflächen gab es schon konkrete Bauvoranfragen. Der Interessent, ein Bauträger, möchte denn auch „baldmöglichst“ mit dem Projekt beginnen.

So weit ist die Stadt bei ihrem Teil noch lange nicht. Sie kann den ehemaligen SBG-Parkplatz und das Grundstück mit dem Jugendzentrum erst dann verkaufen und für die Neubebauung frei geben, wenn das neue JuZ auf dem Schulcampus zur Verfügung steht – vor 2023 ist damit freilich nicht zu rechnen. Außerdem ist auf dem Gelände des ehemaligen SBG-Parkplatzes noch die Frage von Altlasten zu klären. Eine Voruntersuchung habe schon stattgefunden, so die Verwaltung.

Den Wettbewerb hatte Ende des vergangenen Jahres das Büro Thoma, Lay und Bucher aus Todtnau einstimmig gewonnen. Die Architekten hätten die „Kleinteiligkeit und den Charme“ des Quartiers aufgenommen und ergänzt, lobte die Jury und hob auch die „städtebauliche Idee mit zwei Höfen“ und die Tatsache hervor, dass der Siegerentwurf das „Kohlengässle“ selbst hervorhebe.

Im angestrebten „Allgemeinen Wohngebiet“ sind alle Formen des Wohnens (Seniorenwohnungen, Betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhäuser, Hotel) sowie Anlagen für Verwaltung, Dienstleistung Büros uns sonstige „nicht störende gewerbliche Betriebe“ zulässig. Insgesamt ist in dem Quartier der Bau von rund 70 Wohnungen möglich.

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