Schopfheim Eine Seite fürs Bürgermeister-Trio

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Große Ehre für Klaus Fleck, Christof Nitz und Dirk Harscher: Die zwei ehemaligen und der amtierende Bürgermeister der Markgrafenstadt durften sich dieser Tage im Goldenen Buch der Partnergemeinde Kleinmachnow verewigen.

Schopfheim/Kleinmachnow . Bereits seit 1948 verbindet eine Freundschaft die Kommune vor den Toren Berlins und die Markgrafenstadt, die auch der Eiserne Vorhang und die Teilung Deutschlands nicht trennen konnte. 1996 wurde diese Freundschaft als Städtepartnerschaft offiziell besiegelt.

Nun ehrte Kleinmachnow die drei Schopfheimer Bürgermeister, die diese Freundschaft mittrugen und intensiv förderten, mit einem Eintrag ins Goldene Buch.

Anlass für die Ehrung war die städtepartnerschaftliche „Silberhochzeit“, die bereits im 2021 zu feiern war, wegen Corona allerdings nicht im angemessenen Rahmen. Nun bot sich die Gelegenheit, die Alt-Bürgermeister Klaus Fleck (1979 bis 2003) und Christof Nitz (2003 bis 2018) sowie den amtierenden Bürgermeister Dirk Harscher nach Kleinmachnow einzuladen und das nachzuholen.

Im Rahmen eines Empfangs im Rathaus ergänzten alle drei mit ihrer Unterschrift die von Rainer Ehrt erneut künstlerisch gestaltete 16. Seite im Goldenen Buch.

Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert ließ die Geschichte dieser Freundschaft Revue passieren. Er erinnerte daran, dass die evangelischen Kirchengemeinden beider Orte sie 1948 ins Leben riefen und es ein erstes Treffen in Ost-Berlin bereits im Jahr 1971 gab.

„Wilde Ehe“ endet im Jahr 1996

Nach der Wende waren endlich auch Gegenbesuche möglich, und die Beziehung wurde vertieft. So kam es, dass 1990 der damalige Schopfheimer Bürgermeister Klaus Fleck zum Erfahrungsaustausch an den „Runden Tisch“ nach Kleinmachnow eingeladen wurde.

Am 25. Mai besuchte er zum ersten Mal den Fünfer-Rat der Gemeinde Kleinmachnow. Danach unterstützte Schopfheim die Gemeinde tatkräftig beim Aufbau einer modernen bundesdeutschen Verwaltung.

Vor allem in Fragen des Bau- und Planungsrechts konnte Kleinmachnow von den Schopfheimer Erfahrungen profitieren. Mit der Ausweisung von Entwicklungsgebieten, der Aufstellung von Bebauungs-, Vorhaben- und Erschließungsplänen wurde auch der Grundstein für den heutigen Wohlstand der Gemeinde gelegt.

1996 war es an Zeit, diesen Zustand einer quasi „wilden Ehe“ zu beenden und eine offizielle Städtepartnerschaft einzugehen. Am 27. April 1996 besiegelten Klaus Fleck und Wolfgang Blasig mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde offiziell diese kommunale Beziehung.

Zusätzlich zur administrativen Ebene fand auch auf kulturellen, sportlichen oder schulischen Gebieten ein reger Austausch statt. Ausstellungen heimischer Künstler in Schopfheim und Kleinmachnow, Begegnungen von Chören, Sportgruppen, Feuerwehren seien Beispiele einer gelebten Partnerschaft. Nicht zu vergessen, so betonte Michael Grubert, seien auch die vielen persönlichen Freundschaften, die zwischen Menschen beider Kommunen entstanden sind.

Dirk Harscher, der zum ersten Mal Kleinmachnow besuchte, bedankte sich auch im Namen seiner Vorgänger für die Ehrung. Er lobte Klaus Fleck als treibenden Motor dieser langjährigen Freundschaft. Christof Nitz habe sie ebenfalls intensiv gefördert und mit viel Leben gefüllt. Auch er freue sich nun sehr, seinen Teil leisten zu dürfen, um die Verbindung zwischen Kleinmachnow und Schopfheim weiter zu vertiefen, so Harscher.

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