Schopfheim ELR eine Erfolgsgeschichte

Gerald Nill
Das Dorfgemeinschaftshaus Wieslet ist durch Mittel des ELR-Programms mitfinanziert. Foto: Gerald Nill

Die Bewerbung als „Schwerpunktgemeinde“ im Programm Entwicklung im Ländlichen Raum ist eine Erfolgsgeschichte. Das berichtete Rathausmitarbeiterin Daniela Dürr im Gemeinderat Kleines Wiesental.

Es sei vor allem das Verdienst von Bürgermeister Gerd Schönbett, der an diesem Tag gesundheitlich verhindert war, über 2,5 Millionen Euro an Fördermitteln im Laufe von fünf Jahren eingeworben zu haben.

Aufwendiges Verfahren

„Schwerpunktgemeinde im ELR-Programm wird man nicht einfach“, stellte Dürr klar. Es sei vielmehr ein sehr aufwendiges Verfahren, das die Gemeinde aber im Jahr 2016 auf sich genommen habe, um geplante Großprojekte wie die Sanierung der Mehrzweckhalle Tegernau oder die Investition des Dorfgemeinschaftshauses Wieslet mitzufinanzieren. „2,5 Millionen Euro, das ist ein rechter Batzen“, würdigte Dürr in ihrem Abschlussbericht.

Mit den Fördermitteln seien im fünfjährigen Projektzeitraum 20 Umnutzungen von Wohnraum cofinanziert worden, außerdem fünf Wohnungsmodernisierungen, zwei Neubauten in Wohnlücken und sieben Gebäudeaufstockungen. In diesem Bereich seien insgesamt Mittel in Höhe von über 916 000 Euro vom Regierungspräsidium ins Kleine Wiesental geflossen.

Rund 121 000 Euro seien im Bereich Arbeiten gut angelegt worden, unter anderem für den Bau einer Schreinerei und die Sanierung einer Küche in einem Dorfgasthaus.

Der Löwenanteil des Programms kam letztlich den Gemeindeeinrichtungen der Gemeindehalle Tegernau sowie dem Dorfgemeinschaftshaus Wieslet nebst Nahwärmeversorgung zugute: über 1,5 Millionen Euro.

„Die Gemeinde hat von den 2,5 Millionen Euro Fördermitteln ungefähr 60 Prozent abgeschöpft“, fasste Daniela Dürr zusammen. „Jeder Ortsteil ist dabei zum Zug gekommenen.“ Auch jetzt, nach Beendigung der Bezeichnung als „Schwerpunktgemeinde“ flössen ELR-Mittel weiter ins Kleine Wiesental, aktuell für den bewilligten Abriss der alten Halle in Wieslet sowie die Baureifmachung des Grundstücks.

Gemeinderat Matthias Leisinger aus Wieslet anerkannte das Fördervolumen: „Zwei Drittel allein für die Gemeinde, das ist eine Nummer.“

Jeder Ortsteil kam zum Zug

Dann lenkte er das Augenmerk auf den Verlust an Einwohnern im Kleinen Wiesental während des Programm-Zeitraums: „100 Bürger weniger in fünf Jahren?“ fragte er ungläubig. Claudia Brachlow, Leiterin des Hauptamtes, relativierte die Zahlen: „Da sind auch die ehemaligen Gemeinschaftsunterkünfte von Bürchau und Wies mit drin.“

Ortsvorsteher Heinz Eichin fragte nach: „Gibt es das ELR-Programm der Schwerpunktgemeinden noch?“ Dürr bejahte, erläuterte aber, dass die Gemeinde auch jetzt noch von Fördermitteln profitiere und eine erneute Bewerbung nicht zwingend erforderlich sei.

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