Schopfheim „Fast ein bisschen wie Nasepopeln“

Schopfheim-Fahrnau (wm). „Erst mal Hände waschen“: Der Unterricht begann gestern für die 18 Buben und Mädchen der Klasse 3b an der Grundschule Fahrnau ganz anders als sonst.

Als sie mit sauberen Händen wieder an ihrem Platz saßen, bekamen alle eine bunte Wäscheklammer und mehrere kleine Päckchen. Dann ging es los: „Die Plastikröhrchen in die Wäscheklammer stecken“, leitete Rektorin Claudia Ströble mit Unterstützung von Tanja Heller, einer Mutter, die Kinder an.

Nachdem diese aus einer kleinen Pipette eine Lösungsflüssigkeit in das Röhrchen gedrückt hatten, kam die Sache mit den Wattestäbchen an die Reihe: „Langsam ein kleines Stück weit in die Nase stecken und drehen – fünf Mal rechts und fünf Mal links“, gab Claudia Ströble vor und versprach: „Es fühlt sich ein bisschen an wie Nasepopeln“.

Für Mia in der ersten Reihe war das denn auch keine große Sache. Die Drittklässlerin fand die Probeentnahme aus der Nase nur ein wenig „unbequem“. Auf jeden Fall tue es „nicht weh“, bestätigte sie.

Danach mussten die Grundschüler die Stäbchen für ein paar Sekunden in die Flüssikeit tauchen und schließlich drei Tröpfchen davon auf den kleinen, weißen Plastikstreifen träufeln, der vor ihnen auf der Schulbank lag. Und dann hieß es auf das Ergebnis warten – 15 Minuten lang.

So wie die 3b machten alle Grundschüler gestern Morgen in Fahrnau einen Corona-Schnelltest. Nicht zum ersten Mal übrigens: Die Stadt hat für die Schulen 3000 Testkits angeschafft, vergangene Woche bereits fanden die ersten Probetests statt – unter anderem auch in Fahrnau. Nach den Osterferien sollen alle Schulen mit Tests, die das Land zur Verfügung stellt, versorgt sein (wir berichteten).

Für Claudia Ströble war es keine Frage, die Tests an der Grundschule durchzuführen. „Wir hatten vor zwei Wochen einen positiven Fall in einer Klasse“, berichtet sie. Alle Schüler mussten sich daraufhin in Quarantäne begeben, weil es sich um eine Virusmutation handelte.

Insofern ist sie froh, dass es jetzt diese Test-Möglichkeit gibt. Auch ein Großteil der Eltern macht nach ihren Worten mit und unterschrieb für die Kinder bereits eine Einwilligungserklärung.

Die Rektorin plant, die Schüler künftig immer montags zu ersten Stunde testen zu lassen und mittwochs oder donnerstags ein zweites Mal. Sie hofft dabei natürlich, dass die Ergebnisse auch dann so ausfallen wie bisher: „Alle Tests waren negativ“, berichtet sie.

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