Schopfheim „Fast schon Luxus für uns“

Platz für alle Fahrzeuge und zeitgemäße Sozialräume bietet das neue Domizil des DRK im Lusring. Foto: Werner Müller

Schopfheim  - „Wir sind alle überwältigt“: Simon Redling, Vorsitzender und Bereitschaftsführer des DRK, kann sein Glück kaum fassen. Kein Wunder, hat die Ortsgruppe nach jahrelanger Plackerei doch endlich gefunden, was sie suchte – eine feste und vor allem auch eine passende Bleibe.

Vorbei die Zeiten, als die Rotkreuzler ihre Fahrzeuge und Utensilien an mehreren Orten mehr schlecht als recht unterbringen mussten. Vorbei vor allem die beengten Verhältnisse am letzten Standort in der Käppelemattstraße, wo ein Teil der Fahrzeuge im Freien stand. „Wir mussten bei Einsätzen immer Tetris spielen und rangieren“, erinnert sich Simon Redling mit Grausen. Immerhin rücken die Retter durchschnittlich 130 Mal pro Jahr aus.

Rund acht Jahren lang schaute sich die Ortsgruppe nach einem neuen Domizil um. Mal war ein Standort beim Friedhof in Fahrnau im Gespräch (ein Gemeinschaftsprojekt mit einem neuen Boulespielplatz), mal einer in einer erst noch zu bauenden Feuerwache West im Lus. Das alles hat sich jedoch zerschlagen oder ist ferne Zukunftsmusik.

Eher aus Zufall bekamen Simon Redling und seine Mitstreiter dann Wind davon, dass im Lusring die Halle eines ehemaligen Kfz-Betriebs frei wird. Sie nahmen Kontakt mit deren Eigentümer auf – und haben jetzt den Mietvertrag für ein frisch renoviertes Domizil in der Tasche.

„Das ist für uns ideal“, schwärmt der DRK-Vorsitzende. In der Halle der einstigen Werkstatt haben alle Einsatzfahrzeuge Platz, daneben befindet sich ein großer Schulungsraum mit moderner EDV-Technik, in der oberen Etage richten sich die DRKler grad noch einen Kameradschaftsraum ein. Und es gibt etwas, was die vorherige Unterkunft auch nicht zu bieten hatte – Toiletten.

„Der Standort ist für uns ideal“

„Im Vergleich zu früher ist das fast schon Luxus“, freut sich Simon Redling über diesen Quantensprung. Die neuen Verhältnisse erleichtern seiner Überzeugung nach die Arbeit der Ortsgruppe ungemein – und fördern auch die Motivation der 30 aktiven Mitglieder und der 15-köpfigen Jugendgruppe. Für ihn steht fest, dass dies für das DRK endlich eine „dauerhafte Lösung“ darstellt.

Denn nach seinen Worten ist auch die Lage im Gewerbegebiet strategisch perfekt – die Bundesstraße liegt grad ums Ecke, und bei nächtlichen Einsätzen reißen die DRK-Helfer auch keine Anwohner aus dem Schlaf. „Wir kommen auf kurzem Weg in alle Himmelsrichtungen“, so der Bereitschaftsführer. Auf der anderen Seite sorgt das quirlige Treiben im Gewerbegebiet dafür, dass viele im Vorbeifahren den neuen Standort bemerken. „Wir sind als DRK eigentlich zum ersten Mal richtig sichtbar“, hofft Simon Redling.

Ein Kraftakt war es bis dahin gleichwohl. Rund 800 Stunden Eigenleistung investierten die Vereinshelfer in ihre neue Adresse – für Umzug und die notwendigen Arbeiten. Die Ortsgruppe steckte zudem rund 15 000 Euro an Eigenmitteln in das Projekt. Mit Fördermitteln kann sie indes nicht rechnen. Lediglich die Stadt beteiligt sich mit einem Mietzuschuss.

„Wir sind trotzdem heilfroh, dass es geklappt hat“, betont Simon Redling. Für die Ortsgruppe sei der Bezug des neuen Heims „wie Weihnachten und Geburtstag in einem“.

Natürlich hätte das DRK den Bezug der schmucken Unterkunft auch gerne gebührend gefeiert. Doch darauf muss es in Zeiten von Corona vorerst leider verzichten. „Wir holen das aber sicher nach, vermutlich im nächsten Jahr“, verspricht Simon Redling.

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