Schopfheim Platzverweis für "Spaziergänger"

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Ein großes Polizeiaufgebot war am Montag in Schopfheim präsent, als die „Spaziergänger“ durch die Innenstadt liefen. Foto: Anja Bertsch

Schopfheim - Erneut haben sich am Montagabend „Spaziergänger“ in der Markgrafenstadt zusammengefunden. Nach Polizeiangaben waren es 250 bis 300 Teilnehmer, die durch die Innenstadt liefen. „Weitestgehend friedlich“ sei der Aufzug – so wie in anderen Städten der Umgebung – verlaufen, so die Polizei.

Eine Straftat gab es allerdings: Ein offensichtlich betrunkener Mann warf von der Hauptstraße aus eine Sektflasche, die vor dem Rathaus zerschellte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Die Strategie der „Spaziergänger“ war diesmal eine andere: Statt einen einzigen langen Zug zu bilden, teilten sich die Menschen in Gruppen auf und liefen durch die Straßen. Nachdem sich auf mehrfache Durchsage der Polizei kein Versammlungsleiter zu erkennen gegeben hatte und auch die Hygienevorschriften teilweise nicht eingehalten worden waren, erfolgte die polizeiliche Auflösung der Versammlung, heißt es im Bericht der Polizei.

Menschen, die der Aufforderung, den Marktplatzbereich zu verlassen, nicht nachkamen, wurde ein Platzverweis ausgesprochen. „Hiernach verließen sukzessive alle Personen den Bereich“, teilt die Polizei mit.

Die Zahl derjenigen, die durch sogenannte "Spaziergänger" ihren Protest gegen die Corona-Maßnahmen ausdrücken, hat seit Dezembner in vielen Städten kontinuierlich zugenommen. In Schopfheim hatte am Montag vergangener Woche die größte derartige Aktion im gesamten Landkreis stattgefunden. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 1200 Personen.

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