Schopfheim Freiheit, Liebe, Menschlichkeit

Markgräfler Tagblatt, 13.06.2018 22:00 Uhr

Es ist eine seltene Ausnahme, die der Vatikan für Regisseur Wim Wenders gemacht hat. Nicht nur öffnete er sein Archiv für den Filmemacher, er erlaubte ihm auch die Verwendung von exklusivem Bildmaterial für „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“. Das Rückgrat des Filmes bilden vier lange Interviews mit Papst Franziskus, in denen er auf aktuelle Fragen zu globalen Themen antwortet, über sein Reformbestreben innerhalb der Kirche spricht und über die Wichtigkeit von Freiheit, Liebe und Menschlichkeit – gerade in heutigen Zeiten. Dank einer besonderen Kameratechnik spricht der Papst dabei sozusagen „mit jedem von uns“, „von Angesicht zu Angesicht“, und so entsteht ein Gespräch zwischen ihm und der Welt.

Der neue Dokumentarfilm von Wim Wenders „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ ist eine persönliche Reise mit Papst Franziskus und nicht so sehr ein Film über ihn. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche.

Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein. Papst Franziskus teilt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen.

„Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ ist in einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit dem Vatikan entstanden. Für Wim Wenders, dessen Dokumentarfilme wie „Buena Vista Social Club“, „Pina“ und „Das Salz der Erde“ immer wieder ausgezeichnet und Oscar-nominiert wurden, öffnete der Vatikan nicht nur seine Archive, sondern erlaubte dem Regisseur auch die Verwendung von exklusivem Bildmaterial.

Mit Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes ist ein Film entstanden, der uns in einer Zeit, in der das Misstrauen gegenüber Politikern groß ist und in der Lügen, Korruption und „alternative Fakten“ unser Leben bestimmen, einen Mann nahebringt, der lebt, was er predigt, und dem die Menschen aller Glaubensrichtungen, aus aller Welt und aus unterschiedlichsten Kulturen ihr Vertrauen schenken.

 
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