Schopfheim „Für mich war das mein Traumberuf“

Gudrun Gehr
„Hervorragend aufgestellte Kita Wiechs“: Thomas Spohn (links) sowie Dirk Harscher und Jürgen Sänger gratulierten Daniela Seehöfer zum Dienstjubiläum.                                                                              Foto: Gudrun Gehr

In einer Feierstunde im Rathaus wurde Daniela Seehöfer als langjährige Leiterin der Kita Wiechs geehrt. Sie ist nunmehr seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Von Gudrun Gehr

Schopfheim. Eine Würdigung mit Dankesurkunde und Präsenten erfuhr sie durch Bürgermeister Harscher und die Fachbereichsleiter Jürgen Sänger (Bürgerservice und Ordnung) und Thomas Spohn (Kämmerer, Personal).

„Das Engagement geht weit über das übliche Maß hinaus“

Bürgermeister Harscher schilderte den Werdegang der Jubilarin. Die gebürtige Fahrnauerin begann ihre Tätigkeit 1980 als Erzieherin im Anerkennungsjahr im Städtischen Kindergarten Schopfheim. Zunächst erfolgte eine befristete Anstellung beim Kindergarten Fahrnau bis 1982, vertretungsweise erfolgte eine weitere Beschäftigung in den Kindergärten Fahrnau und Wiechs. Ab 1. September 1983 erhielt Daniela Seehöfer einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Kita Wiechs. Vorübergehend übernahm die Jubilarin die Wiechser Kita-Leitung bis 1985, seit 1986 übernahm sie die unbefristete Leitung des Kindergartens in Wiechs.

Harscher dankte der Jubilarin: „Dank ihrer Umsetzung der organisatorischen Maßnahmen ist die Kita Wiechs hervorragend aufgestellt und sticht mit der Entwicklung, Ausstattung und Leistungsfähigkeit positiv hervor.“

Das ruhige Wesen der Jubilarin habe in der hektischen Kita-Zeit für sich selbst gesprochen. Daniela Seehöfer war treibende Kraft in der erfolgreichen Einführung des „offenen Konzepts“ sowie in der Kooperation mit der Grundschule Wiechs. Aufgrund ihrer Naturverbundenheit und Freude am Sport führte sie die alljährliche Waldwoche ein, hierdurch wurde der pädagogische Schwerpunkt der Kita Wiechs auf den Schwerpunkt Bewegung gelegt.

„Ihr Engagement geht weit über das übliche Maß hinaus, hierin spiegelt sich die Zufriedenheit der Kinder und der Eltern“, so Harscher. Insbesondere sei das langjährige Engagement zu bewundern, wenn man vergleiche, dass derzeit eine Erzieherin durchschnittlich nur sieben Jahre ihren Beruf ausübt.

Fachbereichsleiter Jürgen Sänger ergänzte: „Für mich waren Sie immer das Gesicht der Kindertagesstätte in Wiechs. Sie haben sie verkörpert.“ Kinder und auch Eltern seien im Laufe der Jahre anspruchsvoller geworden.

„Für mich war das immer mein Traumberuf. Die Arbeit mit den Kindern begeistert mich immer noch wie vor 40 Jahren“, berichtete Daniela Seehöfer. Allerdings habe sich in der Stelle der Leitung sehr vieles verändert, aber alles sei durch sie und ihr Team trotz Schwierigkeiten bewältigt worden. Zwischenzeitlich betreut sie die Enkel ihrer ersten Kinder-Generation.

Erinnerung an frühere Erziehungsmaßnahmen: „Pflaster auf den Mund“

Die Jubilarin erinnerte sich an Erziehungsmaßnahmen in ihrer eigenen Kindergartenzeit, die nicht vergleichbar seien mit denen von heute: „Wer nicht artig war, bekam von der Kindergärtnerin ein Pflaster quer über den Mund.“ Aber ihre Erinnerung greift auch zurück auf Erstaunliches: „In meiner Kindergartenzeit sehnten sich die Kinder danach, an ihrem Geburtstag im Kindergarten durch ein Kaleidoskop blicken zu dürfen, was heute sicher keinen Reiz mehr für ein Kind darstellt.“

Daniela Seehöfer lebt in Hausen, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Ihre Altersfreistellungsphase beginnt im März 2023.

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