Schopfheim "Tessy" übernimmt den Schwimmbad-Kiosk

Schopfheim - Tesfaldet Reda heißt der neue Betreiber des Schwimmbadkiosks. Mit ihm wird künftig ein hauptberuflich tätiger Gastronom die hungrigen und durstigen Badegäste versorgen. „Für uns passt das“, freut sich Bürgermeister Harscher. Tesfaldet Reda („Tessy“) sei ein Wirt, der die Gastronomie lebe und liebe.

Nachdem die Stadt das Bad wieder in Eigenregie führt, hätten sich zahlreiche Interessenten gemeldet, die den Kiosk betreiben wollten, berichtete Harscher. Als das Bewerbungsverfahren anlief, seien es allerdings viel weniger Bewerber gewesen – möglicherweise spiele Corona hier eine Rolle. Tesfaldet Reda, nach eigenen Angaben kein besonders leidenschaftlicher Schwimmer, war vor Jahrzehnten das letzte Mal im Bad, doch die Aufgabe reizte ihn, und er bewarb sich.

Die Wahl fiel auf ihn, der gastronomisch zwar ein Quereinsteiger ist, wie er selbst sagt, doch schon seit 20 Jahren in der Branche erfolgreich tätig ist. „Wir kennen ihn, er ist von Schopfheim“, begründete Bürgermeister Harscher die Entscheidung. Hier ist denn auch die „Brücke“ geschlagen: Sowohl das „Tessy“ als auch der Schwimmbadkiosk sind beliebte Einrichtungen in der Stadt. Wichtig sei, die neue Aufgabe organisatorisch gut zu lösen, betonte der neue Schwimmbad-Wirt beim Pressegespräch an Gründonnerstag.

Es müsse schnell gehen, damit sich keine langen Schlangen vor dem Kiosk bilden. Personal, darunter zahlreiche Schüler, stehe ihm zur Seite, berichtete Reda. Er wolle, so sein Konzept, in Absprache mit der Stadt klein anfangen, schauen, was möglich ist und dann darauf aufbauen. Klassiker wie Pommes und Currywurst, auf die sich ausgelaugte Badende gerne stürzen, würden auf jeden Fall angeboten werden, und zwar zu moderaten Preisen. Auch Flammenkuchen könnten auf die Karte gesetzt werden.

Neue Tische, Stühle, Sonnensegel

Tesfaldet Reda hat viele Ideen, etwa ein Frühstück für Frühschwimmer jeden Montag oder manch eine Abendveranstaltung mit Musik, doch zunächst müsse man abwarten, wie es laufe und wie es mit der Pandemie weitergehe.

„Wir könnten das Bad heute schon öffnen“, klang Bürgermeister Harscher angesichts der 25 Grad, die an Gründonnerstag herrschten, verheißungsvoll. Harscher bekräftigte die Öffnungsabsicht der Stadt, die den Termin 15. Mai im Blick hat, möglicherweise aber auch erst eine Öffnung am 1. Juni anpeilt. Die Stadt ist hier auf die entsprechenden Corona-Verordnungen des Landes angewiesen.

Derzeit freilich wird im Freibad alles getan, um die neue Saison vorzubereiten. „Es finden Fugen- und Fliesenarbeiten statt, auch ein Beckenanstrich ist geplant“, informierte Schwimmmeister Mathias Wüst, der sich sehr auf die neue Saison in Regie der Stadt freut.

Bürgermeister Harscher zeigte sich glücklich darüber, dass seine Idee, zwei Umkleidehäuschen auf den Liegewiesen aufzustellen, umgesetzt wurde. Harscher dankte hier dem Bauhof und Fachgruppenleiter Remko Brouwer.

Personell muss sich das Freibad unter städtischer Regie noch sortieren. Ein neuer zweiter Schwimmmeister ist mit Armin Savoy eingestellt, Mathias Wüsts Vater Heinz hilft auf 450-Euro-Basis aus und ist damit der älteste Mitarbeiter der Stadt, die ehemalige Kioskbetreiberin Gesa Züffle arbeitet als Kassenfrau; zweite Kassenfrau ist Silvia Zell. Eine dritte Bademeisterin beziehungsweise ein dritter Bademeister und eine dritte Kassenfrau werde noch gesucht. Auch das Reinigungsteam muss noch gefunden werden.

Tesfaldet Reda jedenfalls hat schon auf eigene Kosten – die Stadt vermietet nur die Räume – umfangreiche Investitionen vorgenommen, um den Freibadkiosk optimal zu führen. So gibt es eine neue Küche, neue Küchengeräte und eine neue Tiefkühlzelle („das ist auch energetisch besser“).

Auch neue Tische, Stühle und Sonnensegel sind bestellt, so dass die Kunden nicht mehr in der prallen Sonne warten müssen. Von Schwimmerseite aus kann die Freibadsaison beginnen – lieber heute als morgen.

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