Schopfheim Fürs Klima auf Rekordjagd

Schopfheim -  „Wir wollen die Ergebnisse der Vorjahre mit dem gesteckten Ziel von 45 000 Kilometern noch einmal toppen“: Diese ehrgeizige Ansage macht Klimaschutzbeauftragte Delia Kuhnert mit Blick auf das Stadtradeln, an dem Schopfheim erneut teilnimmt.

Beim Stadtradeln vor einem Jahr hatten 244 Velofahrer, darunter drei Stadträte, mehr als 43 000 Kilometer zurückgelegt und damit im Vergleich zu Autofahrten umgerechnet mehr als sechs Tonnen CO2 zurückgelegt – und dafür gesorgt, dass Bürgermeister Dirk Harscher eine Wette verlor. Er hatte den Radlern nicht mehr als 40 000 Kilometer zugetraut. Seine Wettschuld löste er ein, indem die Stadt 50 zusätzliche Fahrradständer an mehreren Standorten aufstellte (wir berichteten).

Obwohl die Veranstalter dieses Jahr einen neuen Teilnehmer- und Kilometerrekord anpeilen, sei das Stadtradeln „kein Wettbewerb und kein sportlicher Wettkampf“, versichert Delia Kuhnert.

Kein Wettkampf – was dann? Hubert Dreschler von der IG Velo-Ortsgruppe, die bei dieser Aktion auf Drahteseln als Veranstalter zusammen mit dem Schwarzwaldverein und dem Landkreis Lörrach im Boot sitzt, betont ebenso wie seine Mitstreiter, dass es einzig und allein um den „Fahrspaß“ geht und darum, das Velo vor dem Hintergrund des Klimaschutzes weiter als Fortbewegungsmittel zu etablieren. „Radeln für ein gutes Klima“, heißt denn auch die Devise der bundesweiten Aktion.

Bürgermeister Dirk Harscher appelliert an die Schopfheimer, die ihre Liebe zum Radfahren entdecken sollen: „Auf aufs Rad! Bewegung ist und tut gut.“

Inzwischen haben sich immerhin schon elf Teams mit insgesamt 38 Radlern verbindlich angemeldet. Alle, die in der Stadt „wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen“, können bei der Aktion mitmachen. Selbst Urlaub weit weg von daheim ist kein Grund für faule Ausreden.

Wer beispielsweise an der Nordsee Ferien macht, kann die dort auf dem Rad oder E-Bike gefahrenen Kilometer für Schopfheim melden und so dazu beitragen, dass die Stadt den Radlern als Belohnung weitere Fahrradständer spendiert.

Die Strampel-Aktion startet am Samstag 3. Juli, um 10 Uhr hinter dem Rathaus. Das ist dann gleichzeitig der Ausgangspunkt für eine „familienfreundliche, auf ebener Fläche leicht zu fahrende sieben Kilometer lange Radtour“ durch und um die Markgrafenstadt, die das IG-Velo-Team so abgesteckt hat, dass sich auch ortsunkundige Pedaleure nicht verirren können.

Hubert Dreschler versichert, dass nähere Infos über die Auftakt-Einlage auf der Internetseite der IG Velo zu finden seien und dass dann auch die Online-App „Komoot“ zur Orientierung und zur Sichtung der Strecke zur Verfügung stehe.

Auch ohne App steht jetzt schon fest: Bei der Auftakttour gibt es keinen fixen Startpunkt und kein Ziel. Jeder kann ein- oder aussteigen, wo er will.

Um am Ende der Mega-Radtour, die bis 23. Juli dauert, eine Chance auf den vom Landkreis ausgelobten Preis zu haben, müssen die Radler auf ihrer Teilnehmerkarte jeweils einen Stempel von mindestens fünf der acht beteiligten Gemeinden ( chliengen, Kandern, Eimeldingen, Binzen, Lörrach, Schwörstadt, Steinen und Schopfheim) sammeln, um so ihren Abstecher dorthin nachweisen zu können.

Anmeldungen zum Stadtradeln sind im Internet unter www.stadtradeln.de möglich. Jeder kann mitmachen. Einen Anmeldeschluss gibt es nicht. Dafür aber die Einschränkung, dass sich nur Teams anmelden können, wobei Paare auch schon als Team gelten. Einzelpersonen werden automatisch einem der „offenen Teams“ zugeordnet, erklärt Delia Kuhnert die Regeln.

Weitere Informationen: www.stadtradeln.de

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