Schopfheim Gutes Auskommen trotz kultureller Unterschiede

Felicitas Kiefer hat rund fünf Monate an dem Stück „Camp Cupid“ gearbeitet. Ihr Vorbild war der Musicalfilm „The Greatest Showman“.      Foto: Christoph Schennen

Schopfheim - Wenn acht junge Frauen sich einige Tage in einer Ferienfreizeit begegnen, kann es schon mal zu Spannungen kommen. Aber es kann auch sehr aufregend sein – und man lernt sich besser kennen. Das Musical „Camp Cupid“, das am Freitag und Samstag von Waldorfschülerinnen in ihrer Schule in Schopfheim aufgeführt wurde, zeigt, wie verständnisvoll junge Frauen miteinander umgehen, auch wenn sie aus unterschiedlichen Kulturen kommen und nicht die gleiche Sprache sprechen.

Felicitas Kiefer hat das Musical geschrieben, die Musik dazu ausgesucht, Regie geführt und auch selbst eine Rolle übernommen. Das Stück ist ihre Jahresarbeit.

Unterschiedliche Mentalitäten und Talente

Mia, Vroni, Anouk, Alara, Chloe, Cosima, Esme und Fatima kommen aus sechs verschiedenen Ländern, haben unterschiedliche Mentalitäten und Talente, die im Laufe des Geschehens präsentiert werden. Kennzeichen des Musicals ist es ja, dass die Handlung regelmäßig durch Musikstücke unterbrochen wird, und sie sind bei „Camp Cupid“ auch ein belebender Bestandteil der Handlung.

Die Lieder oder Instrumentalstücke, von den einzelnen Schauspielerinnen vorgetragen, thematisieren die Probleme, welche die Mädels beschäftigen. Esme etwa, die eine lesbische Beziehung führt, fragt, wie sich Liebe anfühlt und was zu tun ist, wenn die Partnerin sie verlässt. Cosima spielt Geige und führt ein italienisches Chorstück auf. Fatima aus München hält einen Vortrag über den Islam, eine andere Jugendliche zeigt, wie man Disco-Fox tanzt, eine andere wiederum, wie man pantomimisch andeutet, dass man sich in einem Glashaus befindet und demonstriert wird auch, wie eine Lehrstunde in Yoga abläuft.

Unterstützt werden die Schauspielerinnen durch eine Band, die aus Emma Künzel (Geige), Leandro Löwy (Klavier), Rafael Lobo (Cello), Sarah Korsten (Bratsche), Sergey Federov (Gitarre, Bass) und Tom Nakladal (Schlagzeug) besteht.

"Nummernrevue"

„Camp Cupid“ ist eine interessante „Nummernrevue“, die die Vielfalt der Interessen von Jugendlichen abbildet; letztlich fragt man sich aber, was das Stück ausdrücken will. Geht es darum zu zeigen, dass wir trotz kultureller Unterschiede und Sprachen auch viele Gemeinsamkeiten haben? Love, peace und happiness? Das Stück hat keine Hauptperson, anhand derer eine Entwicklungsgeschichte erzählt wird.

Ein Besuch des Musicals hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Denn die Schülerinnen Laura Hübschmann, Teresa Schindelin, Anabel Boy, Dorothea Petzold, Nico Lamothe, Paula Heinz, Donna Auten, Larissa Gauk, Helene Näbling, Aaron Klein, Elmar Albert und Leonie Stirn überzeugen auf der Bühne durch Spontaneität und Leidenschaft.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

Newsticker

blank

Umfrage

Debatte über CO2-Steuer

Wären Sie bereit, für den Klimaschutz deutliche Einschnitte im Leben zu akzeptieren?

Ergebnis anzeigen
loading