Schopfheim Haifisch zeigt auf dem Acker die Zähne

Markgräfler Tagblatt, 17.07.2017 23:05 Uhr

Neun Teams wagten sich am Wochenende unter der Regie des Turnvereins auf den „schrägen Acker“ unterhalb des Schützenhauses. Rund 60 Gaudikicker riskierten ihre Knochen auf dem Hoppelfeld.

Von Hans-Jürgen Hege

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Schopfheim-Wiechs . Hans-Jörg Tichelmanns kampferprobte Helferschar hatte nach durchwachsenem Beginn des 44. Gauditurniers – am Samstag ließ der Besuch ein wenig zu wünschen übrig – am Sonntag alle Hände voll zu tun, alle kulinarischen Wünsche zufrieden zu stellen.

Für die angestrebte „Wahnsinns-Gaudi“ sorgten einfallsreiche und gewiefte Stoppelhopser, Schnureschlosskicker, Erschdgäggele, Jungspunde, Waldläufer, Schlossgeister, Grasnarbenschlurbis, All Stars, New Kicker und der FC Ballverlust, der – ums vorweg zu nehmen – im Spiel um den letzten Platz in der Endrunde den All Stars großzügig den Vortritt ließ.

„Jetzt wird’s ernst“, läutete der Platzsprecher die Runde der letzten zehn von zehn Teams ein. Die Allstars staunten nicht schlecht über die Finesse des FC Ballverlust, der eine rauchende und dampfende „Schnellkanone“ auffuhr, um seinen Kickern den Weg zum Sieg zu ebnen. Es klappte. Mit 1:2 kamen danach die Almkicker vom Schnureschloss troMtz der Finte mit drei Beinen – sie hatten den SpazierMstock dabei - unter die Räder.

Und die Stoppelhopser führten hinter ihrem Schnellboot einen Haifisch auf den Acker, der im Siebenmeterschießen Zähne zeigte: Sie fertigten die „68er Erschdgäggele“ mit drei Treffern ab. Zu Beginn des kleinen Finales versuchten die „New Kicks“, den „Waldläufern“ mit Schaum aus den geschüttelten Bierdosen den Schneid abzukaufen. Der Erfolg dieser Maßnahme stellte sich erst beim Siebenmeterschießen ein, das mit 3:1 an die Bierdosen ging.

Zum großen Finale traten die „Beuggener Schlossgeister“ gegen die „Grasnarbenschlurbis“ einliefen die mit ihrem Pkw übers Feld rasten, mit König Fußball im Schlauchboot, verfolgt von zwei Gendarmen, die in ihrem winzigen Streifenwagen hinterher hechelten und lautstark versprachen: „Wir kriegen euch!“ Es blieb beim frommen Wunsch. Auch beim Streben nach Toren für den Sieg, den die Schloßgeister am Ende dann doch unangefochten mit nach Beuggen nehmen durften.

Es war ein begeisterndes Spektakel. Am Ende konnte es nur einen geben Gaudi-Sieger geben: die Grasnarbenschlurbis, die den Pokal mit nach Hause nahmen. „Die Entscheidung ist uns schwer gefallen“, bekannte der TV-Vorsitzende Hans-Jörg Tichelmann. Den Ausschlag für den Sieg habe der originelle Auftritt der gleichen Gruppe schon am Vortag gegeben.

Insgesamt, so Tichelmann, sei er mit dem Verlauf des Turniers mehr als zufrieden. „Wetter, Zuspruch – alles richtig gut“, fasste er kurz und knapp zusammen, was die Zuschauer zwei Tage lang bei Laune hielt.