Schopfheim „Happy birthday“ für Elke Würger

Markgräfler Tagblatt, 13.01.2014 23:01 Uhr

Klaus Brutschin und Elke Würger zeichneten im Rahmen des Neujahrsempfangs verdiente Bürger ihrer Gemeinden für ganz besonders intensives Engagement im Ehrenamt oder als Blutspender aus. Hervorgetan haben sich in Enkenstein Ernst Brutschin und Frank Strittmatter, in Langenau einmal mehr Kurt Marqua sowie Rafael Gieschke als Herausgeber der „Dorfzittig“. Jeweils zehn Blutspenden lieferten Tim Strittmatter, Sonja Ruf und Linda Markmann ab. Mit 25 Spenden taten sich Margarita Bartsch, Klaus Masuch und Marion Kindorf hervor. Und Jörg Wendt kann inzwischen unglaubliche 100 Blutspenden vorweisen.

Schopfheim-Langenau / Enkenstein (hjh). „E guet’s Neu’s!“ tönte es durch die Langenauer Halle. Hände wurden geschüttelt. Kurz: Sie schienen gut drauf zu sein, die Gäste, die sich zum 17. Neujahrsempfang in Langenau eingefunden hatten.

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Auch die „Junior-Partner“ aus Enkenstein, die – so Ortsvorsteher Klaus Brutschin – zum 14. Mal bei diesem Event „dabei sein durften“, wenn beide Ortsteile Schopfheims versuchen, sich mit einem Fazit vom alten Jahr zu verabschieden und auf das neue mit einem kräftigen Schluck aus der Pulle anzustoßen. Und nicht nur auf das. Sie durften auch auf die Langenauer Ortsvorsteherin Elke Würger anstoßen, die beim Neujahrsempfang ihren 50. Geburtstag feierte.

Nachdem Lucas Maraun und Erin Lenz das traditionelle Treffen musikalisch eröffnet hatten, zog die Jubilarin Fazit übers vergangene Jahr. Das Löwenzahnstadion erhielt neue Tore, die Jedermänner installierten eine Sitzgarnitur, und das Rathaus wurde mit einer neuen Eingangstüre ausgestattet. Der Donnerstagsmarkt wurde um einen Käsestand erweitert, seine Attraktivität mit einem neuen Obst- und Gemüsestand gesteigert. Es wäre schon traurig genug, dass es nach der Schließung des „Maien“ keine Gaststätte mehr in ihrem Dorf gebe, klagte Würger. Und da sie schon einmal beim Klagen war, ärgerte sie sich gleich noch darüber mit, dass das Baugebiet „Loh Nord“ von der Stadt abgearbeitet worden sei, ohne dem Ortschaftsrat die Möglichkeit zur Mitsprache einzuräumen.

Dafür wurde Bernhard Springmann gelobt, der sich dafür einsetzte, dass die Stadt die Kanal- und Regeneinlaufschächte endlich anglich. Aktuell hofft Elke Würger, dass sich endlich etwas tut in Sachen „schnelles Internet“. „Tausende warten darauf“, betonte sie. Und Bürgermeister Nitz versuchte, die Hoffnung der Langenauer in dieser Sache zu schüren, auch wenn, wie er bemerkte, trotz eines „hervorragenden Jahres 2013“ im laufenden Jahr bei 80 öffentlichen Gebäuden in der Stadt und einem nach wie vor begrenzten Budget „Kräfte gebündelt“ werden müssen und deshalb nicht alle Wünsche in den Ortsteilen erfüllt werden könnten: „Im Februar wird dem Gemeinderat das Ergebnis einer in Auftrag gegebenen Studie vorgestellt.“ Ab 2015 sollte die Umsetzung nach entsprechenden Planungen in Angriff genommen werden, versprach Nitz.

Am Herzen liegen der Ortsvorsteherin weiter Begrüßungsschilder an den Ortseingängen mit Hinweisen auf Veranstaltungen im Dorf und unter anderem die Sanierung der Talstraße, für die Mittel im Haushalt bereitgestellt worden seien. Nichts zu machen dagegen sei vorerst bei der Umsetzung von Plänen, die Sanitärbereiche der Halle umzubauen beziehungsweise zu sanieren. Damit – und mit dem Anbau einer behindertengerechten Toilette – müsse man sich wohl bis ins Jahr 2016 gedulden, sagte die Ortsvorsteherin, der die Schulkinder mit einem voller Inbrunst gesungenen „Happy Birthday“ zu ihrem runden Geburtstag gratulierten, um dann ein fröhliches „Lasst uns heute Freunde sein…“ in die Runde zu schmettern.

Elke Würger tritt indes bei den Kommunal- und Kreistagswahlen auf gleich drei Ebenen an. Sie gab bekannt, dass sie sich als Kandidatin für den Ortschaftsrat, den Gemeinderat und den Kreistag zur Verfügung stelle. Das war Bürgermeister Nitz bereits bekannt. Ebenfalls bekannt sei ihm, dass Elke Würger als Nichtmitglied auf der Liste der SPD kandidiere. Schmunzelnd überreichte ihr der Bürgermeister einen Mitgliedsantrag der CDU. Elke Würger erklärte indes, dass es bei den regionalen Wahlen nicht um Autobahngebühren oder Mindestlöhne, sondern einzig und alleine um das Wohl des Landkreises oder der Kommunen gehe und deshalb Parteien so gut wie keine Rolle spielen.

„Positives aus Enkenstein“ hatte Ortsvorsteher Klaus Brutschin zu verkünden. Dort, wo das Scheibenfeuer stattfindet, wurde eine Sitzgelegenheit montiert, das Viehwaaghäusle wurde instandgesetzt, das Dorf geschmückt. Und nicht zuletzt ein 350 Meter langes Stück des Verbindungsweges von Enkenstein nach Wieslet realisiert, weil sich Bürger ehrenamtlich für diese Projekte eingesetzt hatten.

„Darüber“, so Brutschin, „sind alle im Dorf sehr glücklich.“ Auf dem Zettel für 2014 habe er den Radweg von der Deponie nach Enkenstein, Straßensanierungen, den landwirtschaftlichen Verbindungsweg nach Wieslet sowie die endgültige Fertigstellung des Fußgängerweges zur Nachbargemeinde. Der Förderverein plane die Umgestaltung des Spielplatzes, Feste und nicht zuletzt einen Weihnachtsbaumweitwurf im Januar 2015, der in ein großartiges Winterfest münden soll, wenn sich die Bürger von der Idee zur Entsorgung der Tannen anstecken lassen. Brutschin lobte ausdrücklich die fast schon perfekte Kommunikation mit den Verantwortlichen der Deponie Scheinberg.

Belinda Spettl warb im Auftrag der Vereine um mehr Resonanz auf Einladungen zu Veranstaltungen ihrer Klientel. Pfarrer Tilgner gab die Losung: „Gott nahe zu sein, ist mein Glück“ aus.