Schopfheim Heidenspaß mit Höhligeistern und Co

Markgräfler Tagblatt, 13.02.2018 22:00 Uhr

Historisches erlebte die Altstadt in den Abendstunden des Rosenmontags: Es spukte.

Von Hans-Jürgen Hege

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Schopfheim . Höhligeister, Käppeliböck, Schneewölfe, Teufelsknechte, Hexenbieschter, Düchelstumbe, Trotzköpf, Fell-Dämonen, Seewicht, Zünsler, ein „Sensenmann“ und jede Menge „Gehörnte“ trieben rund um den „Alten Michel“ ihr Unwesen.

Und ein paar tausend Gäste hatten daran trotz unangenehmer Kälte, trotz Glatteis und Schnee auch noch ihren Heidenspaß daran. Wie die Zunft der Aruba-Narren, die ihren ersten „historischen Nachtumzug“ durch die gute Stube der Markgrafenstadt als großen Erfolg verbuchen konnte. Der nämlich war mehr als nur ein Ersatz für den Rosenmontagsball in der Stadthalle, der von Jahr zu Jahr schlechter besucht war und schließlich dem Rotstift zum Opfer fiel.

44 Gruppen aus nah und fern – die „Narrenzunft Gündlinger Welschkorneber“ war aus Breisach angereist – hatten von zahllosen

900 Hästräger

Auftritten in den vergangenen Tagen noch längst nicht genug und vertraten ihre Zünfte zwischen Schwörstadt, Schönau, Lörrach und Freiburg mit Bravour.

Fast 900 Hästräger boten dem Publikum einen spannenden Streifzug durch die alemannische Fasnacht. Und ein paar Guggemusiken wie etwa die Namelose, die „Radau-Waggis“ aus Grenzach und die unverwüstliche Aruba-Band gaben für den Marsch dieser wilden Horden durch Wall-, Tor-, Entegast- und Hauptstraße den Takt vor und ließen etwas von dem Schwung erahnen, der die Narren und ihre Fans bei der Party in der Stadthalle bis spät in die Nacht auf Trab halten sollte.