Schopfheim Heimspiel für die Wiechser Kapelle

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Ein Auftritt, der die Musiker des Wiechser Musikvereins um ihren Dirigenten Jörg Wendland ebenso freute wie ihr Publikum. Foto: Ralph Lacher

Schopfheim- Wiechs (os). In bester Spiellaune präsentierte sich der Musikverein Wiechs beim ersten „Heimspiel“ nach über zwei Jahren Corona-Unterbrechung am Samstagabend. Den Auftritt beim Maulburger Kastanienfest am Wochenende mitgezählt, was es erst der zweite Auftritt vor Publikum seit Anfang 2020.

„Es ist herrlich, zu sehen, wie viele Menschen auch von jenseits der Wiechser Dorfgrenzen uns nach über zwei Jahren ohne Auftritt wieder hören wollen“, freute sich die Vorsitzende Tamara Timeus in ihrer Begrüßung beim Serenadenkonzert im Schatten des MGF-Schopfs.

Und in der Tat: Die im Halbrund aufgestellten Zuhörerbänke unter Schatten spendenden Sonnenschirmen waren voll besetzt. Ebenso gut besucht war die „Gartenwirtschaft“ neben dem Schopf, wo der Wiechser Gesangverein für den kulinarischen Teil der Sommer-Serenade verantwortlich zeichnete.

Unter musikalischer Leitung von Jörg Wendland präsentierten die drei Dutzend Musiker der Kapelle ein bunt gemischtes Programm, das mit Ausflügen in die Bereiche Rock, Pop und Volksmusik eine heitere Atmosphäre schaffte. Den rockigen Einstieg machte die Blasmusik-Version von Van Halens „Jump“, danach folgte ein gut zweistündiges Potpourri, das Polkas und Märsche ebenso beinhaltete wie Oldies á la „Under the Boardwalk“ von den Rolling Stones.

Als das Auditorium zum Ende des Serenadenkonzerts Zugaben forderte, ließen es Jörg Wendland und seine Musiker mit dem „Sound of Silence“ von Simon and Garfunkel fast besinnlich werden.

Den Musikern und ihrem Dirigenten war an diesem lauen Sommerabend deutlich die Begeisterung anzumerken, endlich wieder vor Publikum spielen. Und noch etwas war unüberhörbar: Trotz der Corona-Einschränkungen im Probenbetrieb in den vergangenen zweieinhalb Jahren hat das anerkannt hohe Niveau der Wendland-Kapelle nicht gelitten. Erst seit April ist man wieder in den regulären Probenbetrieb eingestiegen; die zwei Jahre davor habe man überbrückt unter anderem mit mit Freiluft-Proben in Register-Kleingruppen. Der schwierigen Zeit zum Trotz sind alle 35 Ensemble-Mitglieder bei der Stange blieben, freute sich der Dirigent.

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