Schopfheim Hommage an die „Liebe“

Das „Duo coniugale“ (Ina Schabbon und Christoph Bogon) bei der 375. Marktmusik in der Alten Kirche. Foto: Georg Diehl Foto: Markgräfler Tagblatt

Schopfheim (gd). Stolzes Jubiläum: Schon zum 375. Mal fand in der Alten Kirche St. Michael eine Marktmusik statt. Vor nahezu vollem Gotteshaus lautete das Motto der gesungenen und auf Tasteninstrumenten gespielten Stücke „Liebe“.

Dieses Thema bot das „Duo coniugale“ – Sopranistin Ina Schabbon und Organist Christoph Bogon, die auch im wirklichen Leben ein Ehepaar sind – in gemeinsam dargebotenen Liedern und Musikstücken um.

Dazu eigneten sich ausgezeichnet Vertonungen der Engländer Thomas Morley, John Dowland und Henry Purcell aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Die Sopranistin Ina Schabbon, begleitet von ihrem Mann am Cembalo, interpretierte in idealer Weise durch ihre leuchtende und gut artikulierende Stimme Kompositionen wie „Schlaft, schlummernde Augen“ von Thomas Morley, „Komm zurück, süße Liebe!“ von John Dowland und „Ach, wie süß ist Liebe!“ von Henry Purcell. Zu Klängen von der knapp 200 Jahre alten Merklin-Orgel brachte Ina Schabbon „Se tu della mia morte“ von dem in Sizilien geborenen Alessandro Scarlatti zu Gehör.

Die erste der sechs Sonaten für Cembalo des im 18. Jahrhundert lebenden Komponisten Johann Wilhelm Hertel, die auf der 1768 entstandenen Stein-Orgel auf der Empore erklang, brachte dem Auditorium den „galanten Stil“ näher.

Dann folgten Kompositionen aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Von dem in London geborenen und in München gestorbenen Revue- und Tonfilm-Komponisten Friedrich Hollaender erklang als Chanson „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“, was mit Schmunzeln aufgenommen wurde. „Irgendwo am Strand“ von dem in Wien geborenen, zeitweise aber auch in den USA und 15 Jahre in Basel lebenden Georg Kreisler, diesmal begleitet an einem Keyboard, brachte Musik des 21. Jahrhunderts näher.

Schließlich bildete die Vertonung des Gedichts „Roma aeterna“ des in Estland geborenen Dichters Robert Gernhardt durch Christoph Bogon den Schlusspunkt. Es war eine Uraufführung dieses Stückes, das Bogon eigentlich schon 2003 seiner Ina gewidmet hatte.

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