Schopfheim „Investition in unsere Kinder“

Markgräfler Tagblatt, 12.10.2017 00:00 Uhr

Von Anja Bertsch

Mit der einstimmigen Verabschiedung des „Campus“-Bebauungsplanes schuf der Gemeinderat am Montag das planerische Fundament für den groß angelegten Um- und Neubau auf dem Areal rund um die Friedrich-Ebert-Schule.

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Schopfheim. Der Bebauungsplan umfasst die Friedrich-Ebert-Schule mit Schulhof, die Halle, den Spielplatz und den Parkplatz auf der gegenüberliegenden Seite der Roggenbachstraße.

Von den Anliegern des Areals oder sonstigen Bürgern hatte es während der vierwöchigen Offenlage keine Einwände gegen das Projekt gegeben, berichtete Planer Till O. Fleischer in der Sitzung.

Die „Träger öffentlicher Belange“ hatten zwar kleine Anmerkungen eingereicht, die aber problemlos in den Bebauungsplan Eingang fanden.

Unberücksichtigt blieb allerdings ein Vorschlag der städtischen Straßenverkehrsbehörde: Diese hatte angeregt, die Roggenbachstraße bei der Schule auf 5,50 Meter zu verengen, um so Platz für 40 bis 45 Parkplätze zu schaffen. Immerhin gehen durch die Umbauten am Campus 20 Parkplätze verloren.

Dem hielt Fleischer entgegen, dass die Stadt im Bereich des Bebauungsplanes sogar 55 statt der geforderten 53 Stellplätze nachweisen könne: 31 auf dem bestehenden Parkplatz an der Bahnlinie, 17 neue an der Sporthalle, und sieben am westlichen Stichweg.

Falls notwendig, könne man den Vorschlag später aber nochmals aufgreifen, so Fleischer.

Der Campus war in den Diskussionen während der Gemeinderatssitzung auch jenseits des offiziellen Tagesordnungspunktes Thema; Anlass waren die hohen Kosten von knapp 24 Millionen Euro Millionen, die das Gesamtprojekt die Stadt kosten soll.

Zwischenzeitlich war sogar einmal von 29 Millionen die Rede gewesen, ehe das Gremium auf Vorschlag der Stadtverwaltung eine Kostendeckelung von 23,8 Millionen Euro beschlossen hatte (wir berichteten).

Finanzielles Bauchgrimmen bei grundsätzlicher Zustimmung etwa signalisierte Ernes Barnet für die Grünen Ablehnung bei gleichzeitigem Verweis auf günstigere Gegenvorschläge gab Andreas Kiefer für die Unabhängigen zu Protokoll.

Mark Leimgruber (CDU) hingegen zeigte sich „irritiert“, dass das Projekt – immerhin eine demokratisch beschlossene Maßnahme – immer wieder für Kritik herhalten müsse. Dabei sei der Campus ein „wichtiges Investment in unsere Kinder und in die Zukunft“, so Leimgruber.

Kai Horschig (Freie Wähler) schlug vor, dem Projekt einen neuen Titel zu geben, der Umfang und Reichweite des Vorhabens besser gerecht werde als die Bezeichnung „FES-Campus“: Immerhin umfasse die Pläne die Zusammenlegung und Investitionen in zwei Schulen – FES und Hebelschule –, den Neubau einer Halle und die langersehnten Räumlichkeiten für ein Jugendzentrum. „Am Ende steht ein tolles Gesamtergebnis“, zeigte sich Horschig überzeugt.

 
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