Schopfheim „Jugend braucht eine Perspektive“

Schulleiter Ralf Dierenbach (Mitte, oben) mit den palästinensischen Gästen sowie (Mitte, unten) Delegationsleiterin Anan Al-Attereh und (unten, Zweite von rechts) Teamleiterin Silvia Blattner. Foto: zVg

Schopfheim - Auslandsdelegationen sind an der Gewerbeschule immer willkommen. Zum dritten Mal besuchte eine Gruppe aus Palästina die Schule.

Delegationsleiterin war die Vizegouverneurin von Nablus, Anan Al-Attereh, deren Delegation aus Vertretern des Komitees für Beschäftigungsförderung und Berufsbildung bestand. Diese haben sich zum Ziel gesetzt, die Qualität der Berufsbildung zu steigern und Beschäftigungschancen von jungen Palästinensern zu verbessern, heißt es in einer Presseinformation der Gewerbeschule.

Ausgesucht als Gastgeber wurde erneut die Gewerbeschule Schopfheim wegen ihres internationalen Rufs. Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit der Schule erhielten die Gäste einen Einblick in die Bedeutung und Organisation der Berufsvorbereitung. Ein Schwerpunkt der Informationen lag auf der Kooperation zwischen Gewerbeschule Schopfheim und der SATA GmbH& Co.KG im baden-württembergischen Kornwestheim.

Seit dem Jahr 2011 ist die Gewerbeschule Schopfheim ein „SATA Kompetenzzentrum Spritzwerkzeuge“. Die Firma setzt nach Angaben der Gewerbeschule „Maßstäbe bei Lackiertechnologie, Bechersystemen, Atemschutz und Druckluftfiltern“. Sie unterstütze damit die Ausbildung der Auszubildenden und die Fortbildung von Gesellen, Ausbildern und Technischen Lehrern.

„Die aus dieser Kooperation entstehende Win-win-Situation ist beispielhaft“, so Schulleiter Ralf Dierenbach. Die Schule profitiere von den neuen Maschinen, und der Bekanntheitsgrad der Firma wachse.

Die Gewerbeschule Schopfheim biete neben der dualen Berufsausbildung, den Berufsfachschulen und dem Berufskolleg auch noch den berufsvorbereitenden Bereich an. Besonders interessant war für die Gäste der laufenden Schulversuch BFPE ( Berufsfachschule pädagogische Erprobung), der durch die Teamleiterin Silvia Blattner vorgestellt wurde.

Ein weiterer Höhepunkt für die Delegation war das Vorstellen der weiteren Kooperationen der Gewerbeschule Schopfheim, die am Beispiel des Unternehmens Mafell AG in Oberndorf, ein Hersteller von Elektrowerkzeugen und Holzbearbeitungsmaschinen, deutlich gemacht wurde. Diese Firma unterstützt die Schule materiell.

Eine Kooperation im schulischen Bereich besteht zwischen der Johann-Peter- Hebel-Schule Schopfheim, einer Förderschule, und der Gewerbeschule Schopfheim. Projekte und Projektunterricht sind Bestandteile der schulischen Ausbildung an der Gewerbeschule Schopfheim. Die Vielfalt in diesem Bereich war für die Gäste beeindruckend.

Den Abschluss des Besuchs der Delegation bildete eine Besichtigung der Werkstätten der Schule, die nach vielen Neuerungen im neuen Glanz erstrahlen. Ziel der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit sei es, in den Palästinensergebieten ein duales Berufsbildungssystem zu schaffen.

Der Wissensdurst der Gäste war sehr groß, besonders im Hinblick auf die konkrete handlungsorientierte Umsetzung der Lernfelder im Werkstattbereich. „Ein kleines Stück Friedenspolitik, an dem wir aktiv teilnehmen.“, so schätzt Schulleiter Ralf Dierenbach den Besuch der palästinensischen Delegation ein. Man freue sich über eine weitere konstruktive Zusammenarbeit. „Die Jugend in Palästina braucht eine Perspektive. Wir wollen mithelfen.“

Die Gruppe war gemeinsam mit der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen einer Studienreise für palästinensische Experten für berufliche Bildung vom 16. bis 23. März unterwegs.

Das Programm, das von der EU gefördert wird und in der Zusammenarbeit mit der GIZ realisiert wird, fördrt die Berufsausbildung in Palästina. Die Berufsbildungseinrichtungen sollen durch bessere Vernetzung auf regionaler Ebene gestärkt werden.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

<!-- 'image.alt' is undefined -->

Der Vorschlag, eine allgemeine Masern-Impfpflicht einzuführen, sorgt für hitzige Diskussionen. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading