Schopfheim JuPa: Wo bleiben die Kandidaten?

Auf Kandidatensuche für die Wahl zum Jugendparlament sind Katja Böhler, Ahmet Keskin und Tobias Kalt (von rechts). Foto: Hans-Jürgen Hege

Schopfheim - Wer hat Bock darauf, sich in den nächsten zwei Jahren als Mitglied des Jugendparlaments für die Jüngeren der Markgrafenstadt ins Zeug zu legen?

An engagierte Jugendliche im Alter zwischen 14 und 20 Jahren richtet sich der Appell des Jugendzentrums (JuZ), sich zur Wahl zu stellen. Diese soll in der Woche vom 16. bis 20. November erneut „online“ stattfinden.

Stadtjugendpflegerin Katja Böhler und Streetworker Ahmet Keskin versuchen seit geraumer Zeit, 15 Kandidaten aufzustellen, von denen dann zwölf die heimische Jugend am Ratstisch vertreten werden.

Bisher verliefen ihre Bemühungen allerdings im Sand. „Wegen Corona“, vermutete Katja Böhler anlässlich eines Pressegesprächs. Es fehlten einfach die üblichen Kontakte beim Sommerfest des JuZ oder beim Grillfest zum Beispiel, es fehlten die Besuche vor Ort in den Schulen, oder das kameradschaftliche Miteinander bei den Müllsammelaktionen, die die Nachwuchsparlamentarier schon mehrfach durchführten.

Kurios in diesem Jahr: „Alle bisherigen Ratsmitglieder sind bis auf einen, der weiter machen möchte, zu alt oder nicht mehr (seit mindestens drei Monaten) in Schopfheim oder den Teilorten der Stadt wohnhaft.“ Letzteres sei aber ebenso Bedingung wie die Altersgrenzen nach unten (14) wie nach oben (20). 

Also noch einmal: „Wer hat Lust, in der Stadt etwas zu verändern, sich für andere Jugendliche einzusetzen, wer hat Lust auf coole Projekte und Aktionen?“, fragen Katja Böhler und Ahmet Keskin.

Seit der Gründung im Jahr 2012 habe des Jugendparlament für junge Leute einiges bewerkstelligen können. Ohne dessen Engagement gäbe es beispielsweise keinen Grillplatz im Bremt, keine Sommerfeste – und nicht zuletzt auch keinen Skatepark in Gündenhausen.

Wahlzettel sind anzufordern per SMS oder WhatsApp (0172-3473639) oder per Mail an k.boehler@schopfheim.de. Die Meldefrist läuft am 24. Oktober ab.

Viel Zeit bleibt da nicht mehr. Und Katja Böhler betont, dass es für wenigstens ein Jahr kein Jugendparlament mehr geben werde, wenn  die Wahl mangels Masse nicht stattfinden kann. „Das wäre sehr bedauerlich und sehr schade für die Stadt und ihre Jugend“, bedauert sie. Sie habe allerdings auch bei anderen Projekten die Erfahrung gemacht, dass Anmeldungen oft erst „auf den letzten Drücker“ erfolgen. Insofern will sie die Hoffnung auf Kandidaten noch nicht ganz aufgeben.

Zusammen mit Anerkennungspraktikant Tobias Kalt und Streetworker Ahmet Keskin wirbt Katja Böhler also unermüdlich weiter für die gute Sache, die sie trotz Corona zu einem glücklichen Ende bringen will. Das Trio sowie ein paar Helfer gehen unter Einhaltung aller Hygienevorschriften wo immer möglich „Klinken putzen“ unter der Überschrift: „Wir brauchen Dich!“ Ende Oktober wird sich zeigen, ob sie dabei Erfolg hatten.

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