Schopfheim Kita am Markt: Einzug erst im Frühjahr

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Bezugsfertig soll die umgebaute Kita am Markt erst im Frühjahr 2023 sein. Foto: Petra Pflüger

Schopfheim (ma). Eigentlich sollte die Kita am Markt im Herbst in Betrieb genommen werden. Doch der Einzug der Kinder verzögert sich – so wie es bei allen Bauprojekten zu Verzögerungen komme, teilte Fachgruppenleiterin Martina Milarch bei der Ratssitzung am Montag mit. Heidi Malnati (CDU) hatte sich angesichts einer erneuten Arbeitsvergabe erkundigt, wann Erweiterung und Sanierung der Einrichtung abgeschlossen seien. Neuer Fertigstellungstermin soll nun im Frühjahr sein.

Marianne Merschhemke (Grüne) erkundigte sich nach der Überschreitung des Gesamtbudgets für die Arbeiten. Die Erhöhung liege bei zehn bis 15 Prozent, teilte Martina Milarch mit, die darstellte, wie schwierig die Lage im Bausektor derzeit ist. CDU-Stadtrat Thomas Kuri sprach deshalb die Kosten für die Container an, in denen der Kindergartenbetrieb schon seit dem Frühjahr 2019 stattfindet und der auf ein Jahr hätte begrenzt sein sollen. Hier stelle sich die Frage, ob ein Kauf kostengünstiger als das Mieten sei, da die Stadt immer wieder Bauprojekte habe.

Martina Milarch sagte, aufgrund der längeren Umbauzeit der Kita erhöhten sich auch die Kosten für die Container; allerdings erhöhe sich auch die Förderung dafür „ein bisschen“. Beim Kauf von Containern müsse berücksichtigt werden, dass Ressourcen vor Ort, ein Platz für die Lagerung und Arbeiten für den Erhalt nötig würden – „das ist wie ein kleiner Eigenbetrieb“. Der Kauf von Containern sei nicht wirtschaftlich.

Heidi Malnati hatte es begrüßt, dass die anstehenden Malerarbeiten zum Angebotspreis von rund 98 000 Euro (Budgetüberschreitung um rund 28 000 Euro) an einen örtlichen Betrieb vergeben werden. Ernest Barnet (Grüne) beklagte indes die Bürokratie, die es kleinen beziehungsweise mittleren Betrieben erschwerten oder sogar unmöglich machten, ein Angebot abzugeben. Große Firmen hätten dafür eigene Abteilungen oder spezielle Betriebe an der Hand. Dies brachte indes CDU und Freie Wähler in Rage, namentlich Thomas Kuri und Hildegard Pfeifer-Zäh, die Barnet vorwarfen, dass die Grünen – also die Regierungspartei – dies ja ändern könnten oder schon hätten ändern können.

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