Schopfheim Klänge voller Kraft und Emotionalität

Mit Ignaz Netzer kommt der Gewinner des „German Blues Award 2015“ nach Wehr. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Unter dem Motto „Aus dem Delta nach Chicago“ findet im Rahmen des 3. Dreyland-Bluesfestivals am Samstag, 24. August, um 20 Uhr am Samstag, 24.08.2019 ein Konzert auf dem Talschulpatz in Wehr statt.

Schopfheim / Wehr. Ignaz Netzer und Mojo Kilian sowie Willie Buck und „The Muddy Waters Tribute Band“ wollen den Besuchern den Chicago-Blues näherbringen.

Das Dreyland-Bluesfestival ist in seiner Konzeption einzigartig. Manche der eingeladenen Künstler nehmen die Zuhörer mit auf eine Zeitreise in das Mississippidelta, wo der Blues als wichtiges Instrument des (Über-)Lebens entstand. Bei anderen erleben die Besucher, wie sich der Blues weiterentwickelt hat, elektrifiziert und rockiger wurde, aber immer noch voller Kraft und Emotionalität ist, der sich keiner entziehen kann.

Unter dem Motto „Aus dem Delta nach Chicago“ geht 2019 das Dreyland-Bluesfestival einen Weg, der zumindest in Europa einzigartig ist. Ausgehend vom verarmten Süden der USA gab es in den 30er und 50 Jahren große Wanderungsbewegungen in den industrialisierten Norden, besonders nach Detroit und nach Chicago.

Mit Ignaz Netzer kommt der Gewinner des „German Blues Award 2015“ nach Wehr. Seine neue Solo-CD „When the Music is over“ ausschließlich mit Eigenkompositionen wurde im Juni 2015 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Sehr publikumsnah, augenzwinkernd und humorvoll vermittelt Ignaz Netzer Einblicke in die faszinierende Welt schwarzer Musik: Bei seinem Soloprogramm nehmen Blues, Folk, Ragtime und Gospel genauso Raum ein wie seine sensiblen, eigenwilligen Eigenkompositionen.

Den Sänger, Gitarristen, Harpspieler, Liedermacher und Entertainer bezeichnete das Fachmagazin „Jazz Podium“ als „Großmeister des klassischen Blues“, die Süddeutsche nannte ihn gar „Bluesmagier“. In Wehr wird er von Klaus „Mojo“ Kilian begleitet. Er hat im Herbst 1982 die „Matchbox Blues Band“ gegründet. Inspiriert durch Schallplatten von Muddy Waters und Sonny Boy Williamson, nahm Mojo Kilian vor über 30 Jahren zum ersten Mal eine Mundharmonika in die Hand. Über die Jahre wuchs die Plattensammlung parallel zu den Fähigkeiten auf der ­Bluesharp, so dass er heute einer der führenden Experten für den Blues und einer der besten Interpreten auf seinem Instrument ist.

Auch Willie Buck steht für klassischen Chicago-Blues, auch er wurde im Süden der USA geboren, in einem kleinen Kaff namens Houston, Mississippi. Tagsüber arbeitete er in einer Papierfabrik, abends sang er Blues und Rock’n’Roll. 1954 zog er nach Chicago und wurde ein wichtiges Mitglied der Chicagoer Bluesszene. 2004 wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen, und sogar eine Straße wurde nach ihm benannt, der „Honorary Blues Legend Willie Buck Way“ in Chicago.

Karten zu 15 Euro gibt es bei der Tourist-Information Wehr, Tel. 07761 / 808 – 601, und an der Abendkasse.

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