Schopfheim Kleine Schlachthäuser erhalten

Schriftführerin Andrea Meyer, Vorsitzender Martin Bechtel und Neumitglied des Vorstandes, Peter Krumm, der scheidende Vorsitzender Willi Greiner, Rechner Mathias Ruf und Vorsitzender Stefan Maier (von links). Foto: Gerd Sutter Foto: Markgräfler Tagblatt

Mit einigen Monaten Verspätung holten Bergland Gersbach und Erzeugergemeinschaft Gersbach-Wiesental im Dorfgemeinschaftshaus in Wies ihre Hauptversammlung nach.

Schopfheim-Gersbach / Kleines Wiesental (sut). Vorstandssprecher Martin Bechtel und Schriftführerin Andrea Meyer berichteten über die Aktivitäten des Jahres 2019.

Rückblick

Das Weidefest war bei herrlichem Wetter mit Bauernmarkt und Tierschau ein voller Erfolg. Im Oktober konnten die Erzeuger mit der Firma Hieber neue Preise vereinbaren. Beim Lebensmittelmarkt konnte der Verein 273 Rnder bei Hieber vemarkten, im laufenden Jahr sind es bereits 260 Stück.

Demnächst sei über die Aufnahme eines Betriebs zu entscheiden, der außerhalb des Einzugsgebietes liegt und nicht nach den Vorgaben der Erzeugergemeinschaft wirtschafte, hieß es. Außerdem seien die Mitglieder mit der Klassifizierung des Schlachtviehs in Waldshut nicht einverstanden. Weidevieh der Erzeugergemeinschaft könne man mit Mastviehbetrieben nicht gleichstellen. Hier müsse eine Verfeinerung der Klassifizierung erfolgen. Auch die Frage, ob ein Betrieb in zwei Vermarktungsgesellschaften Mitglied sein kann, sei zu entscheiden.

Die Themen „Schlachtung mit Achtung“ und Schlachtungen im Schlachthaus Schönau will der Vorstand im Auge behalten.

Ortsvorsteher Rolf Vollmer aus Wies sagte, wenn die Fleischerzeugergemeinschaft nicht schon 1989 gegründet worden wäre, müsste man sie heute als Gegengewicht zu Großbetrieben ins Leben rufen. Die Politik müsse die kleinen Schlachthäuser erhalten.

Rechner Mathias Ruf legte positive Kassenberichte vor.

Wahlen

Peter Krumm löst im Trio der Vorsitzenden Willi Greiner ab. Stefan Maier bleibt im Amt. Das gilt auch für Andrea Meyer als Schriftführerin. Beisitzer sind Christian Waßmer, Martin Berger, Martin Hasler, Peter Krumm und Rolf Strohm. Die Kasse prüfen Michael Kiefer und Daniel Dreher.

Ehrungen

Mit einem Präsent wurde Willi Greiner aus dem Vorstand verabschiedet. Greiner führte den Verein 13 Jahre als Vorsitzender. Außerdem stand er seit der Gründung in verschiedenen Vorstandsämtern zur Verfügung. Mit seiner Meinung hielt er nie hinterm Berg zurück. Ohne sein Wirken wäre der Verein nicht da, wo er jetzt ist, so Vorstandsmitglied Stefan Maier.

Rolf Strohm ergänzte, dass Greiner die Höhenlandwirtschaft mit der Direktvermarktung förderte. Es gab damals keine Vorbilder. Gerhard Trautwein und die Gründungsmitglieder hätten es nicht leichtgehabt, Kommunalpolitik und Landwirte zusammenzubringen. Trotz vieler Widerstände habe man neue Wege gefunden, um den Höhenlandwirten ein auskömmliches Einkommen zu sichern.

Die Erzeugergemeinschaft hat derzeit 47 aktive und 24 passive Mitglieder.

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