Schopfheim Holzrock: Kleiner, aber (corona-)sicherer

Das Holzrock im Sengelen findet am 31. Juli als Tagesfestival statt. F Foto: Markgräfler Tagblatt

Schopfheim - Erstmals in seinem über dreißigjährigen Bestehen fiel das Holzrock-Open-Air im vergangenen Jahr coronabedingt aus. Der Sommer 2020 wurde von den Organisatoren für eine Spendenkampagne genutzt. Hierfür entwarfen verschiedene Künstler ein Plakat und ein T-Shirt-Motiv.

Mit dem Erlös wurden laut Pressemitteilung gesellschaftspolitische Projekte unterstützt, die in der Corona-Zeit noch mehr als sonst auf Spenden angewiesen waren. So zum Beispiel das Café Irrlicht, das seit über einem Jahr kaum noch Einnahmen hat.

Lange war nicht klar, ob und wie das Holzrock-Open-Air 2021 stattfinden könnte. In Online-Diskussionen wurde der Beschluss gefasst, es zunächst mit einer kleineren Version als in den Jahren davor zu versuchen. Da es eine der Leitlinien des Holzrocks ist, Subkultur zu fördern und die regionale Kulturszene zu unterstützen, wurde für 2021 ein vollständig regionales Line-Up angefragt.

 Am Samstag, 31. Juli, ist das Holzrock nun wieder zurück als Tages-Festival. Für das Festival im Sengelenwäldchen wurde ein speziell zugeschnittenes Hygienekonzept erarbeitet. Die Organisatoren wünschen sich ein Festival, an dem sich jeder wohl und sicher fühlen kann. Das bedeutet, dass viel Wert auf Maßnahmen zur Vermeidung von Ansteckungen gelegt wird. Das Konzept wird auf der Homepage vorgestellt. Ein Bestandteil im Kontext der Kontaktverfolgung ist der Online-Ticket-Vorverkauf. Außerdem wird es keine Zeltwiese beziehungsweise Übernachtungsmöglichkeiten geben.

 Das Projekt „Zirkus Zansiba“ aus dem Wiesental ist dieses Jahr mit zwei Theaterstücken dabei. Bei „Sturm aus heiterem Himmel“ ist Spaß für Klein und Groß angesagt, und mit „Cumulus Curiosus“ sehen die Besucher ein akkrobatisches Schauspiel realexistierender Kuriositäten. Eine historische Plakatausstellung zeigt Frauen, die sich gegen das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen eingesetzt haben. Außerdem wird in einem Vortrag über das Thema informiert und diskutiert.

Valentin Moritz liest aus seinem Buch „Kein Held“, in welchem er die Jugend auf dem Land Revue passieren lässt. Am Infozelt gibt es Austausch und Infos zu Awareness und Antifaschismus.  Das Holzrock ist teilweise barrierefrei und ein Ort, an dem Inklusion grundsätzlich als Diskriminierungsfreiheit verstanden wird. Die Organisatoren bemühen sich, Unterstützung für Menschen anzubieten, für die der Besuch eines Festivals eine Herausforderung darstellt.

Hinweise in leichter Sprache gibt es auf der Website. Während des Festivals gibt es wie gewohnt ein Awareness-Team, welches sich für einen achtsamen und diskriminierungskritischen Umgang miteinander einsetzt.

 Natürlich darf der Holz-Rock nicht zu kurz kommen, und so wurden regionale Künstler geladen: Ray.Jel and The Blackbeards, Amateur Action, Leopold Kraus Wellenkapelle und Krause Glucke Weltverschwörung.

Samstag, 31. Juli, 13 bis 22 Uhr, Sengelenwäldchen Schopfheim. Veranstalter: Verein Subkultur Schopfheim. Karten gibt es bis zum 30. Juli im Vorverkauf unter https://tanteguerilla.com/Holzrock-Open-Air-310721-PDF-Ticket.

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