Schopfheim Knirpse stehen kopf, Tauben flattern

Von Anja Bertsch

Schopfheim. Vom Minitrampolin aus Salto schlagend in die Lüfte steigen, bei der Taubendressur behutsam die weiß gefiederten Tierchen tanzen lassen, mit ein wenig Hilfe den Drahtseilakt proben oder am Ring elegant durch die Manege schwingen.

108 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren haben in dieser Woche die Gelegenheit, eine echte Manegenluft zu inhalieren: Der Zirkus Lamberti lädt wie im vergangenen Jahr zum Mitmach-Zirkus ein.

Bei den Steppkes ist das Artisten-Dasein auf Zeit heiß begehrt: Wie bei der Premiere im vergangenen Jahr gingen im Vorfeld 200 Anmeldungen ein; nur gut die Hälfte konnte berücksichtigt werden. Diejenigen Jungakrobaten, die sich rechtzeitig angemeldet haben, sind nun sind jeden Tag von morgens bis abends mit Feuereifer dabei, die unterschiedlichen Manegendisziplinen auszutesten: Vor dem Zirkuszelt fliegen bunte Tücher durch die Luft und Hula-Hoop-Reifen schwingen um Beine, Hüfte und Arme; direkt hinterm Zelteingang flattern die Tauben von Kinderhand zu Kinderhand, und eins weiter bei der Bodenakrobatik stehen die Knirpse kopf.

An den ersten beiden Tagen war das große Ausprobieren angesagt: Im Dreiviertelstundentakt ging’s gruppenweise von Station zu Station - am Ende des zweiten Tages hatte jeder eine kleine Probezeit als Clown, Jongleur und Akrobat hinter sich gebracht und durfte nun ansagen, bei welcher Zirkusnummer er in der großen Abschlussvorstellung gerne mitmachen möchte. Gestern dann wurde es ernst: Üben, üben und nochmals üben hieß es für den großen Auftritt, der am morgigen Freitag die stolzen „Zirkusfamilien“ vom Hocker reißen soll.

Das diesjährige Zirkuscamp profitiert von den Erfahrungswerten der Premiere im letzten Jahr, sind sich Iris Feldmann, Referentin der evangelischen Bezirksjugend Markgräflerland, und Klaus Brutschin von Kiwanis einig, bei denen im Kinderzirkusalltag die ganze Woche über die Fäden zusammenlaufen: „Es ist alles ein wenig entzerrt, und die Stimmung ist durchweg entspannt“, so Brutschin.

Ein zusätzliches Zelt etwa verschafft der ganzen Aktion mehr Raum, so dass es nun einen eigenen Platz fürs gemeinsame Mittagessen gibt, der zudem jenseits der Mahlzeiten Luft für einige Zusatzangebote lässt: Hinten im Zelt gibt’s die bunte Kinder-schminken-Kinder-Aktion, bei der ganz offenkundig jeder hier schon mitgemacht hat, ein paar Meter daneben werden Sand und Luftballon zu Jonglierbällen verarbeitet, im Zelt nebenan kreieren die Steppkes gemeinsam ihre eigenen Zirkus-T-Shirts und

108 junge Artisten in der Manege

das große Begrüßungsplakat, das den Gästen am Freitag den Weg weisen wird.

Beim Projekt Mitmach-Zirkus ziehen eine ganze Menge Leute und Organisationen an einem Strang: Neben der eingefleischten Manegencrew um die Zirkusfamilie ­Zinnecker und den Freiburger Projektzirkus selbst sind 18 „Teamer“ der evangelischen Bezirksjugend um Iris Feldmann mit von der Partie und halten ihre jeweilige Kindergruppe sowohl während der „Trainigszeiten“ als auch beim gemeinsamen Essen im Zaum.

Im Hintergrund sorgen die Ehrenamtler von Kiwanis und von den Rotariern für den reibungslosen Ablauf, das Familienzentrum übernahm nicht allein das Organisatorische rund um die Anmeldungen im Vorfeld, sondern sorgt nun mit seinem Küchenteam dafür, dass die Jungakrobaten bei Kräften bleiben.

Das JuZ stellt den Fundus seines Spielbusses zur Verfügung, die Firmen Rewe und Holle spenden Verpflegung, und schließlich ist in diesem Jahr auch die Stadt finanziell mit von der Partie; Bürgermeister Christof Nitz hat die Schirmherrschaft über den Kinderzirkus.

u Abschlussvorstellung: 16 Uhr. Das Zelt steht in der Hohe-Flum-Straße neben dem Baumarkt.

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