Schopfheim Körperlich und geistig aktiv bleiben

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Wird im Kreis seiner Familie und Freunde anstoßen: Hans-Joachim Wendt. Foto: Ralph Lacher

Schopfheim-Fahrnau (os). Die Einschränkungen des Alters mit Demut hinnehmen, genießen, was das Leben in einer schönen Gegend wie dem Wiesental trotzdem noch bietet - so gehe er mit Zuversicht in die Zukunft, sagt der Fahrnauer Hans-Joachim Wendt, der am heutigen Donnerstag seinen 90. Geburtstag feiern kann.

Geboren wurde der Jubilar in Berlin am 24. November 1932. Zwei Geschwister hatte er und wuchs in einer Postbeamtenfamilie recht gut behütet auf. In den letzten Kriegsjahren, an die er sich noch bestens erinnert, hatte die Familie große Herausforderungen zu meistern.

Wendt konnte die Schule nach Kriegsende abschließen und eine kaufmännische Lehre absolvieren. Im späteren West-Berlin und nach Gründung der Bundesrepublik arbeitete er im Lebensmitteleinzelhandel. Er habe schon in jungen Jahren ein Bewusstsein für naturnahes Leben und für die Verantwortung des Menschen für Natur und Umwelt entwickelt und dieses Bewusstsein beruflich dergestalt umgesetzt, dass er ab den späten 1950-er Jahren in der damals aufkommenden Reformhaus-Bewegung mit dem Thema „gesunde Lebensmittel“ beschäftigt war. „Grünes Gedankengut gab es damals noch nicht, aber wir waren diesem Gedankengut verpflichtet, auch weil meine Ehefrau der Waldorf-Philosophie nahe stand“, erzählt der Jubilar.

Seine Ehefrau hatte er 1960 kennen und lieben gelernt; ein Jahr später heiratete man und als die junge Ärztin eine Stelle unweit von Freiburg antreten konnte, zog die Familie ins Südbadische. Bald kamen drei Kinder dazu und Wendt arbeitete teilweise als Pächter der Klinik-Kioske der Kliniken, an denen seine Frau in den 33 Jahren ihrer Ehe arbeitete, teilweise in der Klinik-Verwaltung.

Nach dem frühen Tod seiner Frau im Jahr 1994 lernte Wendt eine Therapeutin kennen, die in einer Klinik in Arlesheim in der Schweiz ihren Arbeitsplatz hatte. Wendt folgte ihr ins Dreiländereck, fand eine Wohnung in Schopfheim und lebt dort nach wie vor, derweil seine Lebenspartnerin aus der Schweiz einpendelt.

Darauf angesprochen, wie man gesund alt werden kann, nennt Wendt neben der Demut auch Aktivität in Körper und Geist.

Ersteres pflegt er bei Spaziergängen, früher bei Wanderungen im geliebten Südschwarzwald, letzteres in aktiver und passiver Beschäftigung mit Kunst und Kultur, sagt der mehrere Instrumente beherrschende Jubilar. Und natürlich nennt er ein gutes soziales Umfeld, das er mit seiner Familie, zu der die drei Kinder, sieben Enkel und ein Urenkel sowie die Lebenspartnerin zählen, aber auch mit den Freunden und Nachbarn in Fahrnau pflegt.

Mit der Familie und den Freunden wird der Jubilar seinen 90. Geburtstag am Samstag größer feiern. Heute wird in der Hans-Vetter-Straße aber natürlich auch auf den „Runden“ angestoßen, sagt Wendt.

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