Schopfheim Kontaktpflege und Pläne schmieden

Ralph Lacher
Einblick in die Vermarktung des Glory-Halleluja-Kaffees aus seiner Heimat Dikome erhielt Bürgermeister Victor Motuba Nebave beim Regio-Festival in Auggen, hier mit den Vereinsvorsitzenden Richard Renz (links) und Rainer König.                                                                                               .                                                                Foto: Ralph Lacher

Hoher Besuch aus Afrika in der Markgrafenstadt: Das Gemeindeoberhaupt von Dikome, Major Victor Motuba Nebave, ist gemeinsam mit Emmerence Etonwe Bokae, der Frau, deren Konterfei die Kaffeepackungen ziert, zu Gast beim Dikome- / Kamerunverein.

Von Ralph Lacher

Schopfheim. Seit fast 40 Jahren hilft der Dikome- / Kamerunverein den Kleinbauern durch die Unterstützung vielfältiger Projekte, etwa in Sachen Wasserversorgung oder Aus- und Weiterbildung. Die Finanzierung der Projekte erfolgt zum einen durch Spenden und Benefizveranstaltungen, etwa den Wiesentäler Wasserlauf, vor allem aber durch die Vermarktung der Kaffee-Ernte der Erzeuger in Dikome.

Fischzucht und Marmeladenmanufaktur in Dikome geplant

„Wir waren vorige Woche mit Victor Motuba Nebave in Dresden zu Gast bei der Partnerschaftskonferenz des Bundesministeriums für Entwicklungshilfe und konnten dort interessante Kontakte knüpfen“, sagt Vereinsvorsitzender Richard Renz.

Zudem hat die Schopfheimer Stadtverwaltung an Victor Motuba Nebave eine Einladung ausgesprochen, am heutigen Freitag an der Feier zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Dikome-Vereins-Mitglied und -Förderer, Alt-Bürgermeister Klaus Fleck, teilzunehmen.

Die Woche über ist ein ziemlich straffes Programm für die Gäste aus Dikome angesagt.

Die Präsentation der Arbeitsabläufe in der Kaffeerösterei in Langenau, der Weg vom Kaffee aus Dikome bis zum hier vermarkteten, so genannten „Glory-Halleluja-Kaffee“ sind Thema, des Weiteren war man bereits in einer Fischzucht-Anlage in Ettenheim zu Besuch. Grund für diesen Ausflug, bei dem auch eine Stippvisite in Freiburg anstand, ist nach Aussage von Richard Renz die Tatsache, dass man in Dikome eine solche Fischzucht aufzubauen gedenkt.

Da man auch eine Art von Marmeladenmanufaktur auf der mittelfristigen Projekt-Agenda für die Partnerregion in Kamerun hat, besuchte man bereits die Fallersche Manufaktur in Schönau. Dorthin wird ein weiterer Informationsausflug führen. Bei der EWS geht es um das Thema Solartechnik und Nachhaltigkeit.

Auch das, so Richard Renz, habe man in Dikome auf der Agenda. Dort werden in einer „Solarschule“ junge Leute zum Solartechniker ausgebildet.

Und noch einmal wird es ins obere Wiesental gehen. Beim Bauunternehmen Behringer in Schönau wird sich Victor Motuba Nebave, der im Hauptberuf Bauunternehmer ist, gemeinsam mit dem ebenfalls im weiteren Sinne in dieser Branche tätigen Rainer König vom Vereinsvorstand über die Arbeitsweise eines hiesigen Bauspezialisten ein Bild machen.

Freude über die kreative Kaffeevermarktung in Schopfheim

Am Sonntag hatte der Bürgermeister aus Dikome gemeinsam mit einem Team um Richard Renz und Rainer König sowie dessen Ehefrau Susann Pflüger-König einen besonders interessanten Einsatz. Beim Regio-Festival, bei dem das Lebensmittelunternehmen Hieber ausgesuchten regionalen Lieferanten eine Präsentationsmöglichkeit in Auggen bot, war der Dikome-Verein mit von der Partie.

Sehr angetan von den guten Gesprächen mit interessierten Besuchern äußerte sich Victor Motuba Nebave am Dikome-Stand.

„Es war sehr gut, dass wir jemanden aus der Region, aus der unser Kaffee kommt, mit dabei hatten“, sagte Richard Renz.

Für ihn sei es eine außergewöhnliche Erfahrung gewesen, zu sehen, wie engagiert und kreativ die Gastgeber in Schopfheim die Vermarktung des Kaffees aus seiner Heimat betreiben, sagte der Bürgermeister von Dikome, der Schopfheim derzeit seinen ersten Besuch abstattet.

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