Es stehe noch die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt an, die aber erst dann umgesetzt werden könne, wenn die Rahmenbedingungen geschaffen seien. Die Südumfahrung erfülle bereits ihre Aufgabe, die Nordumfahrung habe sich verbessert, seit Parkplätze eliminiert worden seien - der Durchstich der Wiesenstraße fehle noch. Eine zügige Umfahrung sei indes Voraussetzung für die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt; auch in der Hauptstraße müssten noch bauliche Veränderungen geschaffen werden, damit die Verkehrsberuhigung, also Tempo 7, umgesetzt werden könne. So würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: zum einen das Erreichen einer Verkehrsberuhigung - Verkehrsexperten hätten einer Fußgängerzone eine Absage erteilt, was man auch mal akzeptieren müsse -, zum anderen eine Belebung der Innenstadt mit Geschäften, die weiterhin anfahrbar seien. Das Zentrum werde nur für Durchfahrer unattraktiver.
Für das nächste Jahr sei eine verbesserte Beschilderung vorgesehen; auch die Scheffelstraße müsse noch umgebaut werden, kündigte Nitz an, der sowohl dem Planungsteam als auch der Polizei und der Gewerbeschule, die die Bänke anfertigte, ausdrücklich dankte.
Was den Protest der Marktbeschicker angehe, so sei festzuhalten, dass bis auf zwei Ausnahmen alle Bänke auf ihrem richtigen Platz stehen. Zwei provisorisch aufgestellte Bänke werden noch in die Rabatte verlegt, dafür müssten aber noch der Untergrund verfestigt und Pflasterarbeiten erledigt werden. Dem Vorwurf, die Bänke seien zu niedrig, wies Nitz zurück. Im übrigen habe es in der Gewerbeschule, die die Bänke mit 42 Schülern und den technischen Lehrkräften baute, ein Probesitzen mit kleinen und großen Schülern gegeben, das positiv ausgefallen sei - die Bänke würden zudem schon gut angenommen.
„Es ist ein großartiges Projekt“, sagte auch Studiendirektor Zoltan Juhas, stellvertretender Leiter der Gewerbeschule Schopfheim. Die Schule habe die Herausforderung bestens gemeistert. Juhas würdigte die Zusammenarbeit mit der Stadt und hob die Verbundenheit der Schule mit dem ländlichen Raum besonders hervor: „Wir realisieren hier viele Projekte, auch in Schulen und Kindergärten.“ Die Gewerbeschule wolle dies gerne auch künftig im Rahmen der regionalen Schulentwicklung tun, betonte Zoltan Juhas. Sie habe im ländlichen Raum eine ganz andere infrastrukturelle Bedeutung als in der Stadt.
„Ein kleiner Meilenstein ist fertig“, freute sich auch Andrea Diewald von der Planungsgruppe. Die Bauingenieure und die Städteplaner der Firma Berchtoldkrass space & options hätten sich mit den Designern Gasser und Derungs aus Zürich um die Pläne gekümmert. Seit 2010 sei man als Planungsgruppe in Schopfheim tätig. Zunächst habe man ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität erstellt mit dem Ziel, eine liebenswerte Innenstadt zu schaffen. Es sei schön, die großen und kleinen Fortschritte zu sehen; in der Hauptstraße stünden indes noch größere bauliche Maßnahmen an.