Schopfheim „Macht das bitte nächstes Jahr wieder“

Mit Revierförster Stefan Niefenthaler (links) und seinem Vorgänger Helmut Bäckert verbrachten Kinder erstmals seit vielen Jahren wieder erlebnisreiche Tage im Wald am Entegast. Foto: Ralph Lacher Foto: Markgräfler Tagblatt

„Ich werde mit meinen Eltern in Zukunft sicher mehr Ausflüge in den Wald unternehmen“, sagte der neunjährige Luca am Entegast.

Von Ralph Lacher

Schopfheim . Dort gestaltete der Schopfheimer Revierförster Stefan Niefenthaler mit knapp 20 Kindern erstmals seit vielen Jahren wieder eine Art von „Waldwoche“ im Rahmen des Kinderferienprogramms.

Unterstützung erhielt der aktuelle Revierförster von seinem Vorgänger Helmut Bäckert. „Wir haben vor rund 20 Jahren schon mal ähnliche Aktionen veranstaltet“, erzählten Niefenthaler und Bäckert.

Am ersten Vormittag ging es um die Nutzung des Waldes. Dabei konnten die Kinder über das Erfühlen der Rinde und genaues Betrachten der Bäume deren Namen

bestimmen, ehe sich Stefan Niefenthaler in die Holzmachermontur schwang und einen kleinen Baum fällte.

Der Förster zeigte anhand der Jahresringe das Alter und demonstrierte dann, was man aus Holz alles fertigen kann. Angeleitet von den beiden Forstleuten, bastelten die Kinder anschließend zwei Seifenkisten, in denen sich ein Teil der Kinder auf den Waldwegen von anderen Kindern vorwärts ziehen ließ. Dabei ging es, von den Forstleuten bewusst so gelenkt, auch zu Fichtenbeständen, die vom Borkenkäfer befallen sind.

Diese Schädlinge seien, so erzählten die Frostleute den Kindern, sehr gefräßig und gefährdeten die Fichte als wichtigen Baum des Waldes. Damit habe man zeigen wollen, dass der Wald ein ökologisches System des Werdens und Vergehens ist und nicht nur ein schöner Aufenthaltsort, erklärte Niefenthaler.

Am folgenden Tag, an dem es um die tierischen Bewohner des Waldes ging, war vom Förster-Duo und den Kindern Improvisation gefragt. In einer Schutzhütte zeigten Niefenthaler und Bäckert Felle und Tierpräparate. Die Gewässer-Güte-Bestimmung an der Wiese fiel dagegen im wahrsten Wortsinne ins Wasser.

Den Abschluss der Waldwoche bildete die „Waldolympiade“, bei der die Kinder viel Freiraum fürs Spielen in der Natur hatten. „Macht das bitte nächstes Jahr wieder“, sagte dann beim Abschied der kleine Luca zu den beiden Forstleuten – und stieß damit auf offene Ohren.

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