Schopfheim Mädchen trifft die Krise am stärksten

Unter dem Slogan und der Forderung „Girls get equal!“ stand eine Online-Veranstaltung zu Bildung und Gleichberechtigung in Zeiten von Covid-19 der Friedrich-Nauman-Stiftung.

Schopfheim. Mit Blick auf die aktuelle Situation in den Ländern des Südens und in Uganda sprachen Susanne Fink, Vorsitzende von Rainbow House of Hope, und Axel Berger von Plan International über konkrete Projekte und neueste Entwicklungen.

Die gut besuchte Veranstaltung stellte das Engagement von aus Deutschland unterstützten Projekten vor und zeigte auf, vor welche Herausforderungen insbesondere die Arbeit mit Mädchen und Frauen aktuell gestellt ist. Wie in Deutschland sind in vielen Ländern wie in Uganda die Schulen derzeit geschlossen. „Das Rainbow House trifft dieser Zustand in seiner Substanz“, berichtete Susanne Fink.

Seit 1997 ist das vor Ort von Michael Mwase geleitete Projekt aktiv und lebt davon, Kindern und Jugendlichen aus ärmsten Verhältnissen einen geschützten Ort anzubieten.

In den Projekten des Rainbow House – der Verein hat seinen Sitz in Schopfheim – erhalten sie eine Schulausbildung, eine Berufsausbildung, sexuelle Aufklärung, betreiben gemeinsam eine nachhaltige Landwirtschaft und musizieren und tanzen zusammen.

Insbesondere Mädchen werde eine Schulausbildung häufig noch immer verwehrt, da sie im Haushalt gefragt sind und das Schulgeld nicht immer für alle Kinder einer Familie ausreicht. Mädchen seien die fragilsten Menschen und die ungeschützteste Personengruppe, gerade in Zeiten einer Krise, die die Schwachstellen eines Systems deutlich verstärke, so Vorsitzende Susanne Fink.

Dabei lasse sich die bisherige Erfolgsgeschichte des Rainbow House sehen: Rund 200 junge Frauen haben in den letzten fünf Jahren einen Schul- oder Berufsabschluss erworben und sind damit in eine berufliche Selbstständigkeit gestartet.

Einsatz für ein gleichberechtigtes Leben

Zu Wort kam auch Esther Namitala, die manche noch von ihrem Auftritt in Schopfheim mit „Mirembe – die Dorfschönheit“ ­ kennen. Die 18-Jahrige beschrieb das Rainbow House in einem eingespielten Video als ihre „eigentlichen Eltern“.

Sie erzählte, dass sie hier alles gelernt habe, was sie brauchte, um heute Lehrerin für Rethorik und Tanz zu sein und sich öffentlich weit über das Rainbow House hinaus als Rednerin für Frauenrechte einzusetzen. Sie ist eine derjenigen, die trotz der derzeitigen Schwierigkeiten, die Uganda wie viele andere Länder um Jahre zurückwerfen könnten, weitergibt, was sie im Rainbow House gelernt hat: „Girls get equal!“ – ein Slogan und eine Forderung, die gerade in Zeiten dieser Krise nicht nur für Uganda gilt.

Die Veranstaltung ist zu finden auf: https://plus.freiheit.org/girls-get-equal-entwicklungszusammenarbeit-zu-gleichberechtigung-und-bildung-in-zeiten-von-covid-19 sowie auf: https://youtube/NB8jSWgCViU

Weitere Informationen: www.rainbowhouse.info Spendenkonto Sparkasse Wiesental DE21683515570003178852 BIC: SOLADES1SFH

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