Schopfheim „Mit der Lampe in den Motorraum leuchten“

Nach über 48 Jahren ununterbrochener Tätigkeit als Kfz-Mechaniker im Autohaus Anti konnte Edgar Schmidt (rechts) die Glückwünsche von Geschäftsführer Peter Anti zum Eintritt in den Ruhestand entgegennehmen. Foto: Ralph Lacher

Schopfheim-Langenau - Er hat die gesamte Entwicklung der Kfz-Branche und vor allem die das Autohauses Anti mitgemacht. Nun ist er im 49. Berufsjahr in den Ruhestand gegangen: Edgar Schmidt.

Allerdings nur in Teil-Ruhestand, denn als so genannter Geringfügig Beschäftigter unterstützt er die beiden Geschäftsführer Peter und Günter Anti und deren Team nach wie vor. „Ich denke, in dieser Funktion werde ich mein halbes Jahrhundert bei den Antis voll machen“, sagt der 63-jährige Kfz-Mechaniker.

Aus Rohmatt stammend, hatte Schmidt am 1. September 1970 bei Anti seine Lehre begonnen und war über 48 Jahre lang dem Unternehmen treu geblieben. „Als ich als Lehrling anfing, befand sich das Autohaus mit einer Werkstatt und einer Tankstelle noch in der Schopfheimer Hauptstraße, dort, wo heute die Stadthalle steht“, erinnert sich Edgar Schmidt.

Die Aufnahme des jungen Mannes durch die damaligen Inhaber Elisabeth und Werner Anti sei sehr familiär gewesen, und so habe er die heutigen Inhaber, die Söhne Peter und Günter, von Kindesbeinen an gekannt, erinnert sich Schmidt.

Als das Autohaus nach Langenau umzog, änderte sich auch der Berufsweg - Edgar Schmidt deponierte ein Fahrrad am Bahnhof. Aus der beruflich notwendigen Radlerei wurde eine Leidenschaft, die Edgar Schmidt nach wie vor lebt: Er ist passionierter Radfahrer.

Größeren Veränderungen gegenüber sah sich Schmidt im beruflichen Umfeld. Die Technik entwickelte sich in fast fünf Jahrzehnten enorm. Diesen Veränderungen stellte sich Schmidt, der 1974 seine Gesellenprüfung absolviert hatte, durch regelmäßige Weiterbildung.

Zuletzt kam die Computertechnik hinzu, denn längst können Fahrzeuge nur noch mit entsprechender Software gewartet werden. „Das waren noch Zeiten, als wir mit der Lampe in den Motorraum schauten und so die Fehler erkannten“, sagt Edgar Schmidt mit etwas Wehmut.

Es habe aber immer Spaß gemacht, sich weiterzubilden. Und ganz besonders viel Spaß machte ihm die Zusammenarbeit mit den Antis, seit vielen Jahren mit der zweiten Generation, aber auch der Kontakt zu den Kunden. Auch durch ein tolles Betriebsklima motiviert, habe er so ein kompetenter Ansprechpartner für die Kunden sein können, erklärt Edgar Schmidt.

Aber auch die Mitarbeiter konnten sich auf ihren kompetenten Kollegen verlassen. Ganz besonders angetan vom erfahrenen Kollegen waren auch die rund 20 Auszubildenden, die Edgar Schmidt in seinem langen Berufsleben begleitete, darunter auch zwei Geflüchtete.

Edgar Schmidt sei wegen seiner Kompetenz und seiner freundlichen Art bei den Kunden und beim gesamten Team sehr geschätzt, betonten die beiden Geschäftsführer Peter und Günter Anti anlässlich einer kleinen Betriebsfeier - und freuten sich darüber, dass der frisch gebackene Ruheständler noch einige Stunden pro Woche im Autohaus tätig sein wird.

In der restlichen Zeit wird es Edgar Schmidt, der seit vielen Jahren in Schopfheim lebt, sicher nicht langweilig: „Jetzt habe ich mehr Zeit, um mit mit dem Rennrad oder dem Mountainbike durch unsere wunderschöne Heimatregion zu strampeln“, freut er sich.

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