Schopfheim Narren setzen ein Lebenszeichen

Ralph Lacher

Schopfheim - „Das läuft richtig gut hier zum Auftakt der Plakettenverkaufsaktionen unserer Zunft“, sagte Ralf Völz, Mitglied der Narrenzunft-Führung der Markgrafenstadt am Samstag auf dem Wochenmarkt.

Dort betrieb er zusammen mit den weiteren Zunft-Leuten Mirco Radtke, Doris Karle und Erich „Öhrli“ Lacher einen Verkaufsstand. Weitere Närrinnen und Narren der Fuchsgruppe defilierten über den Markt und verkauften ebenfalls die von Jeannot Weißenberger gestalteten Fasnachtsplaketten.

Als der Markt vorbei war, zogen die Narrenzunft-Leute Bilanz. „Wir sind überwältigt von der Resonanz.“ Man habe den Leuten nicht etwa hinterher laufen müssen, sondern diese hätten den Verkaufsstand sowie auch die „Füchse“ direkt angesteuert und angesprochen. Das zeige, dass die Fasnacht in Schopfheim geschätzt werde – als Tradition, aber auch als Beitrag zum öffentlichen und sozialen Leben, sagte Erich „Öhrli“ Lacher.

Erfreut waren die Zunftleute auch darüber, dass die Gestaltung der silbrigen Plaketten ebenso wie das Motto von allen gelobt wurde. Die viereckige Plakette zieren das Motto „Es dätscht wieder“, eine Kanone mit der Aufschrift „Hurlibaus“, aus deren Mündungsfeuer die Zahl „2022“ erscheint, und natürlich ein „Schopfe Aruba“. Das hätte man gerne erklingen lassen ab Dreikönig, erzählten die Zunftleute am Samstag des weiteren. Aber die unklare Corona-Situation habe den vom 11.11. auf Dreikönig verschobenen Fasnachts-Start zur Mini-Veranstaltung eben mit dem Plakettenverkauf gemacht. Dabei gab es für die Plakettenkäufer nicht nur freundliche Dankesworte, sondern auch ein süßes „Leckerli“ in Herzform.

Eigentlich wäre an diesem Wochenende das Gugge-Open-Air angestanden, am kommenden Samstag das Narrenbaum-Stellen. Alles habe man abgesagt, den Verkauf der längst georderten, immerhin 2500 Plaketten habe man aber trotzdem angegangen. Und das, so betonte das Narrenzunft-Quartett, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.

„Wir wollen mit den bis Fasnacht laufenden Verkaufsaktionen auf dem Wochenmarkt am Samstag auch ein Lebenszeichen setzen“, so Ralf Völz. Und dieses Lebenszeichen fand Anklang am Samstag - und machte Hoffnung für die folgenden Aktionen.

Übrigens: Die Narren trugen auch Eindrücke wie den über eine Passantin, die die vier Euro für die Plakette berappen, allerdings das gute Teil bewusst nicht wollte, mit Humor. Die Frau habe gesagt, sie schätze die Traditionspflege durch die Narren, sei aber eigentlich nicht unglücklich darüber, dass es heuer wie schon im vorigen Spätwinter in der Markgrafenstadt ruhig zugehe.

Gesprochen wurde auf dem Schopfheimer Wochenmarkt am Samstag auch über die Absicht der Lörracher Narren, im Sommer eine Art „Ersatz-Fasnacht“ zu veranstalten. Einmütige Meinung: Das passt absolut nicht, Fasnacht sei ein Winterbrauch, der auch in diese Jahreszeit und nirgendwo sonst hin gehöre.

Die Narren wiesen dann bezüglich der Plaketten darauf hin, dass diese auch bei allen Zunft- und Zinken-Angehörigen, nicht nur an den Samstagen auf dem Wochenmarkt, erhältlich sind. Und bei entsprechendem Wunsch würde man, so Ralf Völz, die guten Stücke auch als Heimlieferservice – coronakonform und kontaktlos – nach Hause bringen.

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